Autor: Wolff von Rechenberg

Terroristensuche mit Google

Seit heute lebe ich in Angst und Schrecken. Warum? Weil ich eitel war. Eitel genug, um meinen Namen zu googeln. So sah das Ergebnis aus:

Google-Hinweis auf www.wolffvonrechenberg.de

Einer von den Jungs, die das frische Blau meiner Tapete entworfen haben, heißt Khaled Abou Alfa! Können Sie das lesen? Na, macht nichts, Schäuble kann es lesen. Der weiß zwar nicht, was das ist, ein „Theme“. Aber dass jemand, der Khaled Abou Alfa heißt, ein Terrorist sein muss, das weiß unser Innenminister. Und im Zweifelsfall weiß er es früher als Khaled Abou Alfa selbst. Bin ich damit schon der Kontakte zum internationalen Terrorismus überführt? liegen in Guantánamo schon die orangefarbenen Strampelhosen für mich bereit? Und die Magensonde, falls auch ich in Hungerstreik gehe? Augenblick, ich glaube, es klingelt gerade an der Tür …

Einmal waschen und rasieren bitte

Nun müssen sich afghanische Arbeitslose waschen und rasieren, um von Kurt Beck mit einem Arbeitsplatz bedacht zu werden. Gestern hatte der SPD-Chef noch Hohn und Prügel für seinen Vorschlag geerntet, Verhandlungen mit gemäßigten Taliban zu beginnen. Heute konterte er, die meisten Taliban seien enttäuschte junge Männer, die keine wirtschaftliche Perspektive hätten. Wenn der Pfälzer noch ein paar Tage bei der Truppe in Afghanistan verbringt, wird er wohl damit beginnen, jedem Taliban einen Arbeitsplatz zu versprechen, wenn er sich wäscht und rasiert.

Hitler kein Ehrenbürger mehr

Was SED und Stasi nicht schafften, der bevorstehende G8-Gipfel in Heiligendamm (Mecklenburg-Vorpommern) hat es vollbracht: Die Stadt Bad Doberan, zu der Heiligendamm gehört, hat dem Führer die Ehrenbürgerwürde aberkannt. Damit nicht genug: Das muss man heute ausgerechnet bei der BBC lesen. Bad Doberan befindet sich in guter Gesellschaft. Laut BBC haben während des Dritten Reiches mehr als 4000 deutsche Städte Adolf Hitler die Ehrenbürgerwürde verliehen.

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