Autor: Wolff von Rechenberg

Interview: Das Wichtigste ist immer die Emotion

Edgar KnechtFoto: Wolff von Rechenberg

Lange war es ruhig um den Komponisten Edgar Knecht. Seine erste Solo-CD „@Pianowaonderland“ erschien schon 1998. Danach war er nur als Pianist auf den Jazzbühnen zu sehen. Grund war die Geburt seiner Tochter Fenja 1995. Jetzt meldet er sich mit „Valsanova“ zurück. Diesmal ganz ohne elektronisches Beiwerk. Dafür aber wieder mit vielen Zitaten aus Jazz, Romantik, afrikanischer und lateinamerikanischer Musik. Auf „Valsanova“ bestätigt Edgar Knecht seinen Ruf als exzellenter musikalischer Geschichtenerzähler, als Romantiker, als temperamentvoller Pianist, und er hat eine neue Quelle der Inspiration entdeckt: deutsche Volks- und Kinderlieder.
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Blood Diamond

Blood DiamondFoto: Imdb

Es ist eine der großen Rollen Hollywoods: Der zynische Einzelgänger, der sichselbst der Nächste ist und doch am Schluss zum Helden wird. Clark Gable hat sie gespielt, Humphrey Bogart hat sie geradezu verkörpert, in „Blood Diamond“ spielt sie Leonardo Di Caprio. Er spielt den Ex-Söldner Danny Archer, der im Chaos des Bürgerkriegs in Sierra Leone 1999 Waffen an die Rebellen liefert und dafür Diamanten kassiert, Blutdiamanten.
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Messias mal 5?

Komodowaran Foto: Wikipedia

Fünf kleine Komodowarane haben im Zoo von Chester (GB) das Licht der Welt erblickt. Eigentlich keine Sensation und ansonsten sicher keine Nachricht für die Netzzeitung. Aber: Das achtjährige Muttertier Flora hat nachweislich nie einem Männchen beigewohnt. Es gibt sie also doch, die Jungfrauengeburt. Und was bei der Jungfrau Maria ins Reich der Legende verbannt wird, beschreiben die Zoologen im Fall der fünf kleinen Warane als ein als „Parthenogenese“ bekanntes Phänomen, das man auch schon bei anderen Reptilien beobachtet habe. Warum nicht bei hochentwickelten Säugern? Weil die so intelligent sind, dass sie wissen, dass es sowas wie „Parthenogenese“ nicht gibt? Aber vielleicht lohnt der Streit nicht. Das Wort „Parthenogenese“ gehört doch wohl eher ins Tierversuchslabor als in die Bibel. Über einen hellen Stern über Chester ist auch nichts bekannt. Da bleiben wir doch lieber bei der Jungfrauengeburt im Stall zu Bethlehem und der Vaterschaft des Heiligen Geistes.

Bush nun auch in Englisch

Zum ersten Mal in der Regierungszeit von George W. Bush soll nun eine Rede des US-Präsidenten simultan ins Englische übersetzt werden. Das berichtet der heutige Borowitzreport. Angesichts der heftigen Kritik an Buchs Plänen, weitere Truppen nach Irak zu entsenden, wird dieser Schritt des Präsidenten als ein Versuch gesehen, breitere Bevölkerungsschichten zu überzeugen. Der Sprecher des Weißen Hauses, Tony Snow, sagte: „Die meisten Menschen in diesem Land sprechen Englisch. Wir können uns nicht leisten, sie noch länger zu ignorieren.“

Nun arbeiten Sprachwissenschaftler an der Übersetzung der Rede aus der Sprache von Präsident Bush ins Englische. David Logsdon, Linguistikprofessor an der Universität von Minnesota, ist einer von mehreren Forschern, die ihre Mitarbeit an dem Projekt bereits aufgekündigt haben. Logsdon sagte: „Das Problem ist, dass die Sprache, die der Präsident spricht, nach den meisten Maßstäben gar keine Sprache ist.“

Übersetzt aus dem Borowitzreport

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