Nach einem Bericht des Borowitzreport betrachtet US-Präsident George W. Bush den Irak als die Hauptfront im Krieg gegen die Heirat von gleichgeschlechtlichen Liebespaaren. Er hoffe, damit Unterstützung für den zunehmend unpopulären Krieg im Irak zu gewinnen, schreibt Andy Borowitz. Amerikas Feinde Iran und Syrien unterstützten heiratswillige schwule Irakis, indem sie Hochzeitsplaner über die Grenzen einschmuggelten, heißt es im Borowitzreport weiter. Ein Abzug der US-Truppen, wie ihn der Kongress fordert, sende ein fatales Signal an homosexuelle Liebespaare auf der ganzen Welt. Hassan El-Medfaii, ein schwuler Hochzeitsplaner aus Saddam Husseins Heimatstadt Tikrit widersprach dem Präsidenten. Seit Beginn der Unruhen im Irak habe es keinen Anstieg von Homoehen gegeben. El-Medfaii: „In diesem Land ist es im Augenblick schwer, zwei Leute zu finden, die einander ertragen können, vom Heiraten ganz zu schweigen.“
Autor: Wolff von Rechenberg
Rudolph ist ein Eunuch
„Rudolph, the red nose reindeer“ ist der Star, der gehörnten Truppe, die den Schlitten vom pausbäckigen Santa Claus alle Jahre wieder zuverlässig über die Schornsteine im angelsächsischen Sprachraum zieht. Bei der Tagesschau erfahren wir jetzt: Rudolph und seine Gefährten sind entmannte Rentiere! Rentierbullen behalten ihr Geweih im Winter nur, wenn man sie zuvor ihrer Manneskraft beraubt. Rudolph wird also keine kleinen rotnasigen Rudis zeugen. Und röhren wird er vermutlich ein paar Oktaven höher als seine zeugungsfähigen Geschlechtsgenossen.
Nun könnte man sagen: Und? Wenn nicht Rudolph, dann nimmt die Rentierkuh halt irgendeinen anderen Galan. Aber genau da liegt das Problem: Der Rentierbulle weigert sich zunehmend, seinen ehelichen und biologischen Pflichten nachzukommen. Grund dafür ist die starke Bejagung männlicher Rentiere. Nebenbei bemerkt: Ausgerechnet für ostasiatische Potenzmittel. Dadurch nehmen die Kühe überhand und beginnen, die Herden zu dominieren. Die vielen Emanzen in der Gruppe nagen am Selbstbewusstsein des Bullen. Er hat null Bock.
Wer ist der Spieß und wer der Pappkamerad?
Einem alten – und selbstredend dummen – Vorurteil zufolge, kann auch die Kontinentaldrift mit bloßem Auge verfolgen, wer einen deutschen Beamten sich bewegen sieht. Und natürlich ist auch ein Bundeswehrunteroffizier zunächst nichts anderes als ein Beamter. Da kann ein solches Malheur schonmal passieren. Bei einer nächtlichen Schießübung hat ein Soldat seinen Hauptfeldwebel mit dem Pappkameraden verwechselt.
Osama ist tot
Zwölf Menschen hat Osama in den letzten Wochen zu Tode getrampelt – nicht Bin Laden, sondern ein durchgeknallter Elefant. Wochenlang hielt er den Nordosten Indiens in Angst und Schrecken und verdiente sich dort seinen Namen, für den ein prominenter Terrorist Pate stand. Nun bereitete ein angeheuerter Jäger dem Elefanten ein gewaltsames Ende. Für einen unberechenbaren Dickhäuter mit aufbrausendem Naturell wäre an sich auch Schröder passend gewesen, aber die Mortalitätsrate des Elefanten lässt diesen Vergleich natürlich nicht zu.
Das Jugendamt sollte endlich die Tür eintreten dürfen
Und wieder ein totes Kind. Vernachlässsigt von der Mutter verdurstet. Diesmal in Sömmerda (Thüringen). Darüber berichteten heute die Tagesthemen. Das Kuriose: Diesmal scheinen alle Alarmsignale funktioniert zu haben. Die Nachbarinnen informierten rechtzeitig das Jugendamt. Das sofort anrückte und zweimal vor verschlossener Tür stand. Gibt es jetzt endlich erweiterte Befugnisse für das Jugendamt? Dürfen die Beamten demnächst die Tür eintreten bevor das Kind tot ist? Fehlanzeige: Familienministerin Ursula von der Leyen strickt weiter an der Mär vom grausamen Jugendamt, das den Leuten die Kinder raubt. Sie setzt will stattdessen bei der Schnittstelle zwischen Medizin und Jugendamt die Frühwarnsysteme verbessern. Warum Leute, die ihre Kinder verhungern oder verdursten lassen, die Routineuntersuchungen für Kleinkinder einhalten sollten, das ergibt wohl nur unter dem Goldhelm der Ministerin einen Sinn.