Autor: Wolff von Rechenberg

Für den Knast zu schwul

Der Film Brokeback Mountain, in dem zwei Cowboys beim Schafehüten zarte Bande knüpfen, darf nicht in US-Gefängnissen gezeigt werden. Das berichtet TV Spielfilm im Internet. Dabei dürfte es längst zu spät sein, sich über Homosexualität in amerikanischen Knästen zu sorgen. Vielleicht wäre dieser Film ja geeignet, den Häftlingen romantischere Arten der Brautwerbung nahezubringen als das fantasielose Fallenlassen der Seife unter der Dusche.

Kein Spaß für den Papst

Was auch immer Papst Benedikt XVI. am 3. Mai tun wird, MTV wird er nicht schauen. Da soll nämlich Popetown starten. Held der Zeichentrickserie ist Pater Nicholas, ein Mitarbeiter des Vatikan. Eine kurze Beschreibung gibt es hier. Grund genug für den Vatikan, die Gläubigen zur Schlacht zu rufen. Anrufen sollen die braven Katholiken und den Sender zur Absetzung der Serie auffordern. „Was den Muslimen mit ihren Mohammed-Karikaturen gelungen ist, das können wir auch“, denkt man am Heiligen Stuhl. Spaß verstehen? Damit ist es vorbei, und in Glaubenskriegen hat man in Rom mindestens so viel Erfahrung wie der Islam. Zwei Inkonsistenzen weist das katholische Denkwerk auf:

1. Der Protest gegen die Mohammed-Karikaturen hat den Westen deswegen so verunsichert, weil man hierzulande glaubt, dass jeder Muslim gern mit der Bombe in der Tasche stirbt, wenn er nur einen Karikaturisten mitnehmen kann.

2. MTV ist nicht Gallileo Gallilei. Wer es mit einer Kapitalgesellschaft zu tun hat, muss sich ernsthaft überlegen, wem er welche Instrumente zeigen darf, um ihn zum Abschwören zu zwingen, ohne dass das Spendenaufkommen in die Knie geht.

Naturkatastrophen – Verbündete gegen Vogelgrippe

Die Vereinigten Staaten sind sicher vor der Vogelgrippe so lange Tornados und Hurricanes das Töten der Vögel übernehmen. Diese Ansicht vertritt die US-Behörde FEMA, Die für das Katastropehnmanagement zuständig ist. So steht es im heutigen Borowitzreport. FEMA-Chef R. David Paulison zählt auf schwere Wirbelstürme, Erdbeben und Vulkanausbrüche, um die „Schwerarbeit“ für die US-Regierung zu tun – an der Vogelfront. Paulison wörtlich: „Diese Vögel halten sich für sehr stark. Aber flüssiger Lava sind sie nicht gewachsen.“

Als engstirnig bezeichnete der FEMA-Direktor kritische Stimmen aus dem Kongress. Diese hatten ihm vorgeworfen, es sei nicht sehr weise, sich auf Naturkatastrophen zu verlassen. „Katastrophen sind unsere Freunde“, sagte Paulison: „Sehen Sie nur, wie gut der Irakkrieg für Halliburton war.“

Weiter rief Paulison die US-Bevölkerung zum Handeln auf. Alle Amerikaner, Männer, Frauen und Kinder, sollten täglich einen Vogel töten, forderte der FEMA-Chef. Wörtlich sagte er: „Jeder in diesem Land ist fähig einen Vogel zu töten, außer Dick Cheney.“

Vietnam am Hindukusch

Selbstmoranschläge, Entführungen und Kopfgelder auf Ausländer: Der Irak-Horror greift auf Afghanistan über fasst der Spiegel zusammen. Afghanische Terroristen besuchen demzufolge Fortbildungen bei den Al-Kaida-Terroristen im Irak. Woher man das nun so genau weiß? Keine Ahnung. Jeder, der eine halbe Stunde lang irgendeinen Nachrichtensender auf der Welt hört oder sieht, lernt, dass die Iraker Erfolg haben und eignet sich ihre Techniken an. Wer da wen ausbildet spielt auch keine Rolle. Fest steht: Der Westen hat sich gewaltig verrechnet. Da die Amerikaner für sich bereits selbst die Parallele zu Vietnam gezogen haben, könnten wir feststellen: Am Hindukusch erlebt die Bundeswehr ihr Vietnam. Die edlen Motive ändern daran nichts.

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