Seit drei Tagen bin ich Abonnent der Financial Times Deutschland. Vielleicht haben Sie sich bisher bei anderen Medien ausreichend darüber informiert gefühlt, dass unter Schwarz-Gelb der Suizid noch die gnädigste Zukunftsaussicht für Menschen mit einem Jahreseinkommen diesseits der Sechsstelligkeit darstellte. Die FTD heißt uns herzlich Willkommen in der Realität: Merkel will die Preiskontrollen für Arzneimittel abschaffen (Das Aus für eine bezahlbare gesetzliche Krankenversicherung), Kirchhof sagt: Weg mit der gesetzlichen Rente, Peter Müller sagt: Weg mit dem Tarifvertrag. Die Union zeigt der Republik die Instrumente. Diese wiederum wird trotzdem in Scharen Merkel wählen.
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Kategorie: Ansichtssache
Die Welt aus meiner Sicht
Katrina & The Waves
„Katrina“ hätte ein so herrlicher Hurrikan für die Medien werden können. New Orleans, The Big Easy, dem Untergang geweiht. Beobachtet von zahllosen Webcams und frei von ungezogenen Menschenkindern, die durchs Bild hüpfen. Dann war die Wanne voll. Erstes Opfer: Das Stromnetz. Blackout für die Webcams und für die Lenzpumpen (70 Prozent des Stadtgebiets liegen unter dem Meeresspiegel).
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Auf der Alm, da is koa Bookshop
Neue Schulbücher werden derzeit vorzugsweise im Buchhandel (63 Prozent) oder über die Schule gekauft (61 Prozent). Doch auf Platz drei folgt bereits das Internet (16 Prozent). Das ergab eine Emnid-Umfrage im Auftrag von Ebay. Spitze im Schulbuchkauf im Internet sind die Bayern. 28 Prozent der befragten Bajuwaren sagen Ja zum Schulbuch aus dem Internet. Erstens gibt es in Bayern keine Lernmittelfreiheit und zweitens auf der Alm auch keine Buchhandlung…
Foto: Ebay
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Gerettet

Das Bundesverfassungsgericht hat die frisch zugestellten Wahlbenachrichtigungen vor dem Altpapier gerettet. Jetzt kann es also ernst werden – falls es für SPD-Chef Müntefering noch ernster werden kann. Der brach bei einem Wahlkampfauftritt zusammen. Pikanterweise ausgerechnet im Saarland, der Heimat des abtrünnigen Sozialdemokraten Oskar Lafontaine.
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Geschwätzigkeit, dein Name sei Windows
Die Beta-Version vom neuen Windows Vista nimmt ungefragt Kontakt zu fremden Rechnern auf. Das meldete der Standard am Wochenende. Übeltäter soll ein neuer P2P-Dienst PNRP sein, den Microsoft bei Vista erstmals standardmäßig aktiviert hat. Hinter Herrchens Rücken plappert das neue Windows auf dem PC nun mehr oder minder wahllos mit Rechnern, denen ebenfalls Windows Vista angetan wurde. Aufgefallen ist das dem Sicherheitsexperten des ehrwürdigen Dartmouth-Colleges in den USA. Probleme:
1. Jeder Rechner identifiziert sich eindeutig und
2. Der Dienst ist bisher nicht auf seine Sicherheit getestet.
Man fragt sich, ob beim neuen Windows mirklich mehr Sicherheitslücken gestopft worden sind als neu hinzugekommen sind.
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