Kategorie: Ansichtssache

Die Welt aus meiner Sicht

Gestern noch eine kühne Erwartung, heute schon Geschichte:

Die Ebay-Auktion von Ratzingers letztem Privatauto steht in diesen Minuten bei 110.000 Euro. Davon lassen sich etwa vier neue VW-Golf kaufen, oder die Lebenshaltungskosten einer bedürftigen Kleinfamilie für zehn Jahre bestreiten. Der Protestant in mir kann nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die soviel Geld einfach mal für eine Marotte ausgeben können, und offensichtlich ruhig schlafen können, wenn sie es auch tatsächlich tun.
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Rüttgers Club der religiösen Elite

Was Ratzinger nützt, kann uns doch nicht schaden, dachte sich wohl der nordrhein-westfälische CDU-Chef Jürgen Rüttgers. Ein einheitliches Weltbild muss her und zwar ein katholisches: „Ich glaube, dass die katholische Kirche und ihr Menschenbild das Richtige ist und anderen Religionen überlegen ist.“ Das soll der farblose Parteisoldat in einer Talk Show gesagt haben. Wenn einer schon dasKölner Apostelgymnasium besucht hat, dann muss er das wohl wissen. Dabei vergisst er zwei Dinge:
1. Ratzinger kann frisch von der Leber weg parlieren. Ihm ist es egal, wenn es in „seiner“ katholischen Kirche außer ihm niemand mehr aushält, oder alle anderen an Aids verreckt sind. Ratzinger will heilig gesprochen werden, ganz egal, auch wenn es bei seinem Ableben niemanden mehr gibt, der ihn heilig spricht. Rüttgers muss jedoch eine Wahl gewinnen, dafür ist ein Glaubenskrieg auf der Soester Börde unbedingt abträglich.
2. Weil Rüttgers eine Wahl gewinnen muss, sollte er daran denken, dass er nicht nur von einer Handvoll lederhäutiger Kirchengreise gewählt werden muss.
Merke: Wer im Schatten vom Papst der Herzen auf der Sympathiewelle surfen will, ist schnell verratzt.
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In a blue mood

So müssen wir uns die Szenerie vorstellen: Da sitzen die Innenminister (ein Posten, auf dem Männer noch Männer sind) und debattieren über die innere Sicherheit. Und weil Innenminister noch echte Männer sind, taucht vor dem inneren Auge in irgendeiner blauen Stunde ein Bild von innerer Sicherheit auf. Es, das Bild, ist genau genommen ein Er. Ein State Trooper, ein amerikanischer Autobahnpolizist. Lässig lehnt er an seiner Harley, eine Hand am Colt, in der anderen lässt er den Schlagstock locker kreisen. Verspiegelte Sonnenbrille. Die Hose legt sich geschmeidig um die strammen Pobacken – natürlich in Blau. Nun könnten wir solche Fantasien als feuchte, aber harmlose Männerträume abtun. Aber die Umrüstung der Polizei auf die Dienstfarbe Blau, wie jetzt in Hessen beschlossen, kostet echtes Geld. Steuergeld.
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