Kategorie: Ansichtssache

Die Welt aus meiner Sicht

Einmal auch Elite sein,…

…wer wollte das nicht? Ring frei für die Hochschulen. Sie sollen in der nächsten Zeit im Wettbewerb ihre Stärken zeigen. Ist ja klar: Die Elitehochschulen sollen ja auch wirklich Elite sein. Bewerber sind so unterschiedliche Unis wie Köln – die größte deutsche Uni – und Siegen. Dort präsentiert man sich als klein aber fein, als Hochschule der kurzen Wege. Und damit die noch kürzer werden, dünnt die Uni einige Studiengänge aus, weil sie weiß: Das einzige, was dem Kanzler und seinem Statthalter in NRW in den Ohren klingt, ist Technik. Uns interessiert schließlich, wie etwas gemacht wird, nicht warum.

Bibelzug leidgeprüft

Damit hatten die Veranstalter des Bibelzugs vom Sauerland ins holländische Nimwegen nicht gerechnet: Bei der Bahn gibt es einfach für jeden Vorgang eine eigene Firma. Alle zusammen sorgten dafür, dass ein Zug voll frommer Menschen im Sommer 2003 mit Lokschaden auf dem Bahnhof in Marsberg strandete. In diesem Jahr will die Bahn als kleines Dankeschön die Christen kostenlos nach Nimwegen chauffieren. Böse Zungen verbreiten Gerüchte, dass die Schützenhallen längs der Strecke schon jetzt als Notquartiere reserviert werden.

Bibelzug, zweiter Versuch

Lokschaden, Verspätung, Bahn-Starrsinn und außerdem hatten 100 Fahrgäste keinen Sitzplatz. Ein Ausschnitt aus dem Gruselkabinett der Deutschen Bahn. Ereilt hat es im vergangenen Jahr die frommen Menschen, die mit dem Evangelischen Kirchenkreis Arnsberg und der katholischen Seelsorgeregion Hochsauerland-Waldeck ins Bibelmuseum nach Nimwegen fahren wollten. Die Einzelheiten sind HIER nachzulesen. Der Bibelzug endete in Marsberg. Im Sommer 2004 wollen die Kirchenleute den zweiten Anlauf unternehmen. In der Hoffnung, dass sich der liebe Gott diesmal nicht die Zähne an der Bahn ausbeißt.

Elite á la Schröder: Die Bundeswehr

Keine Fiktion, sondern Fakt: Während in den Kasernen der Putz von den Wänden fällt und die Soldaten den 2er-Führerschein im Auto-Scooter auf der Kirmes machen müssen, weil Strucki das Geld für den Sprit fehlt, haben die KSK-Soldaten Hochkonjunktur: Im vergangenen Jahr lief sie auf allen Kanälen, die vermummte Bundeswehr-Elite. Es gab mehr PR-Rummel um des Kanzlers neue Truppe als über die guten alten Bürger in Uniform während all der fünfzig Jahre ihres Bestehens. Da war sogar von heimlichen Einsätzen im Kosovo oder in Afghanistan die Rede. Was sie dort gemacht habe, unsere maskierten Recken? Pssst! Streng geheim! Wahrscheinlich für die Amis Bier geholt. Für solche Bilderbuchsoldaten ist das Geld allemal da.

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