Kategorie: Ansichtssache

Die Welt aus meiner Sicht

Deutschland im Visier der Terroristen

Attentate mit Atombomben, mit Flugzeugen und nun mit Schiffen. Das fügte Bayerns Außenminister Beckstein heute der langen Liste der Horrorszenarien hinzu. Ausgerechnet er, eine Landratte. Aber vielleicht fürchtet er ja, dass eine schwimmende Bombe den rhein-Main-Donau-Kanal hinaufkommt. Da kann man als zukünftiger Regierungschef eines Alpenstaates schon mal Flagge zeigen. Das soll uns alle überhaupt nicht beunruhigen, hat Wolfgang Schäuble uns gestern versichert. Man will ja nur sagen, was alles passieren kann. Passieren kann natürlich auch, dass dem Bundesinnenminister irgendein Undercover-Terrorist über Nacht die Radmuttern lockert. Es spricht für den Heldenmut des Wolfgang Schäuble, dass er solche stets drohenden Gefahren für das eigene Leben ignoriert und nur an uns denkt. Beschämt sollten wir jetzt selbst in uns gehen und den Minister unterstützen. Was kann alles passieren?

1. Terroristen könnten mit rollenden Sprengsätzen auf deutsche Autobahnen fahren. Hier wäre ein interessanter Ansatz die von der CDU geforderte Konvertitenkartei. Deutschen Staatsbürgern, die zum islam konvertiert sind, wird sofort der Führerschein entzogen. Sie werden strikt beobachtet, und wenn sie dennoch auf die Autobahn fahren, dann werden sie von der Bundeswehr ohne Richterspruch zur Strecke gebracht.

2. Terroristen könnten zu Fuß in belebten Fußgängerzonen mit Sprengstoff unter dem Mantel ein Blutbad anrichten. Hier müssten schnellstens Fußstreifen mit Sprengstoffhunden her. Bei Verdacht gilt der Grundsatz unseres Verteidigungsministers: Erst schießen, dann fragen.

3. Präparierte Einkaufswagen: Mit lautem Schrei „Allah ist groß“ lässt ein Muslim ein solches Vehikel dann genau an der Fleischtheke explodieren. Wer will da noch Leichenteile und Tatar auseinander halten.

Für mehr reicht meine Phantasie im Augenblick nicht. Aber ich bin eben auch kein Innen- oder Verteidigungsminister.

Lehrer berufsuntauglich

Jeder vierte Lehrer in Deutschland ist berufsuntauglich. Diese Meinung des Bildungsforschers Klaus Hurrelmann zitiert die Netzzeitung unter Berufung auf ein Interview, das Hurrelmann der Rheinischen Post gegeben hatte. Und weil unsere Pädagogen sowieso schon überfordert sind, fordert er gleich noch mehr Fortbildungen. Vor allem ältere Pauker hat der Experte im Visier: Wenn die sich weiter überfordert fühlen, können die ja im Sekretariat aushelfen.

Platzeck geht in die Provinz

„Wann wir schreiten Seit an Seit“, beginnt die Hymne der SPD, und mutig schreitet die SPD-Spitze dieser Tage in die Provinz. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist im Sommer durch seinen neuen Wahlkreis geradelt (die Brandenburger Stadtteile Plaue und Kirchmöser). Nun meldet die Märkische Allgemeine, dass Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck als Bundestagskandidat in der dünn besiedelten Uckermark antreten will. Die SPD fährt also schweres Geschütz gegen die direkt gewählte Linkspatei-Abgeordnete Irene Wolff-Molorciuc auf. Doch der Landesvater soll auch Flagge zeigen gegen die Rechten, denen in der Uckermark gute Chancen eingeräumt werden. Dass der Ministerpräsident einen Tross von Investoren im Schlepp hat, der die gebeutelte Uckermark wie der flott machen wird, gehört hingegen ins Reich der Legenden.

Folterhandbuch kehrt nach Deutschland zurück

Die Bundestagsabgeordnete der Linkspartei, Ulla Jelpke, hat das legendäre CIA-Folterhandbuch KUBARK in einer deutschen Übersetzung als PDF-Datei ins Internet gestellt. Das berichtet der Internetdienst Oraclesyndicate. Damit könnte man sagen, das Handbuch sei nach Deutschland zurückgekehrt. Schließlich wird der Schöpfer des Buches, der spätere Harvard-Professor Henry Knowles Beecher schon seit langem beschuldigt, gemeinsam mit dem deutschen Militärarzt Walter Paul Emil Schreiber das Handbuch zusammengestellt zu haben. Schreiber war den Alliierten durch detaillierte Berichte über Menschenversuche im KZ Dachau aufgefallen, hatte aber stets bestritten, selbst daran teilgenommen zu haben. Dabei hatten die deutschen Ärzte genauestens überprüft, wie lange ein Mensch unter Wasser, in extremer Kälte oder Hitze überleben, in Isolation oder unter Schlaflosigkeit überleben kann. Diese Forschungsergebnisse ebneten Schreiber den Weg von der Anklagebank in Nürnberg in die Dienste des US-Geheimdienstes. Für das Folterhandbuch sollen Schreiber und Beecher ebenfalls Menschenversuche an Kriegsgefangenen durchgeführt haben. Dazu sei bemerkt, dass das vorliegende Handbuch eine Übersetzung jener Version ist, die stark entschärft veröffentlicht worden ist, nachdem die Zeitungen auf das handbuch aufmerksam geworden waren. Wer unsere amerikanischen Freunde einmal von einer anderen Seite als in Euro-Disney kennenlernen will oder Vorgänge wie in Guantanamo oder Abu Ghraib verstehen möchte, sollte das Buch unbedingt lesen.

Krieg im rechtsfreien Raum

Sie sind schwer bewaffnet, haben immer den Finger am Abzug und stellen die drittstärkste Streitmacht im Irak – nach den USA und Großbritannien: die Söldner der internationalen Sicherheitsfirmen. Beispiel: Blackwater USA. Die von drei ehemaligen Navy Seals 1997 gegründeten Sicherheitsfirma schützen US-Einrichtungen und US-Beamte im Irak. Einer Gruppe der Blackwater-Söldner wirft die irakische Regierung jetzt vor, ein Blutbad unter Zivilisten in Bagdad angerichtet zu haben. Sie will die ganze Truppe ausweisen. natürlich bis auf jene, die auf die Zivilisten geschossen haben. Das berichtet BBC. Bei ihrem Krieg im privaten Auftrag und im rechtlosen Raum sind die Söldner keineswegs zimperlich mit Menschenleben. Das zeigt zum Beispiel ein Video bei Youtube:

[youtube]5z0NMKcVHHM[/youtube]

Die Killertruppe, die hier zu Rock’n’Roll-Klängen Menschen wie Tontauben abschießt, gehört zur Firma Aegis des zwielichtigen Engländers Tim Spicer, dessen Vertrag mit den Besatzungstruppen gerade erst verlängert worden sein soll. Zu den Vorwürfen sagt die US-Botschaft im Irak, sie nehme sie ernst. Was soll sie sonst sagen. Die Amerikaner werden nicht glücklich über das Verhalten der käuflichen Rambos sein. Aber sie brauchen sie: Wenn die US-Regierung sie durch reguläre Soldaten ersetzen würde, kämen noch mehr GIs im Staub der Straßen von Bagdad ums Leben. Dann wäre der Irak-Einsatz vollständig unhaltbar.

Zahlen zum Riesengeschäft der so genannten „private contractors“ im Irak hat die AG Friedensforschung der Uni Kassel zusammengetragen.

Korrektur: World Content News berichtet unter Berufung auf die Los Angeles Times, dass die Zahl der modernen Landsknechte im Irak auf 180.000 angewachsen ist. Damit wären sie die stärkste Militärmacht im Irak.

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