Nach einem Bericht des Borowitzreport betrachtet US-Präsident George W. Bush den Irak als die Hauptfront im Krieg gegen die Heirat von gleichgeschlechtlichen Liebespaaren. Er hoffe, damit Unterstützung für den zunehmend unpopulären Krieg im Irak zu gewinnen, schreibt Andy Borowitz. Amerikas Feinde Iran und Syrien unterstützten heiratswillige schwule Irakis, indem sie Hochzeitsplaner über die Grenzen einschmuggelten, heißt es im Borowitzreport weiter. Ein Abzug der US-Truppen, wie ihn der Kongress fordert, sende ein fatales Signal an homosexuelle Liebespaare auf der ganzen Welt. Hassan El-Medfaii, ein schwuler Hochzeitsplaner aus Saddam Husseins Heimatstadt Tikrit widersprach dem Präsidenten. Seit Beginn der Unruhen im Irak habe es keinen Anstieg von Homoehen gegeben. El-Medfaii: „In diesem Land ist es im Augenblick schwer, zwei Leute zu finden, die einander ertragen können, vom Heiraten ganz zu schweigen.“
Kategorie: Ansichtssache
Die Welt aus meiner Sicht
Wer ist der Spieß und wer der Pappkamerad?
Einem alten – und selbstredend dummen – Vorurteil zufolge, kann auch die Kontinentaldrift mit bloßem Auge verfolgen, wer einen deutschen Beamten sich bewegen sieht. Und natürlich ist auch ein Bundeswehrunteroffizier zunächst nichts anderes als ein Beamter. Da kann ein solches Malheur schonmal passieren. Bei einer nächtlichen Schießübung hat ein Soldat seinen Hauptfeldwebel mit dem Pappkameraden verwechselt.
Osama ist tot
Zwölf Menschen hat Osama in den letzten Wochen zu Tode getrampelt – nicht Bin Laden, sondern ein durchgeknallter Elefant. Wochenlang hielt er den Nordosten Indiens in Angst und Schrecken und verdiente sich dort seinen Namen, für den ein prominenter Terrorist Pate stand. Nun bereitete ein angeheuerter Jäger dem Elefanten ein gewaltsames Ende. Für einen unberechenbaren Dickhäuter mit aufbrausendem Naturell wäre an sich auch Schröder passend gewesen, aber die Mortalitätsrate des Elefanten lässt diesen Vergleich natürlich nicht zu.
Das Jugendamt sollte endlich die Tür eintreten dürfen
Und wieder ein totes Kind. Vernachlässsigt von der Mutter verdurstet. Diesmal in Sömmerda (Thüringen). Darüber berichteten heute die Tagesthemen. Das Kuriose: Diesmal scheinen alle Alarmsignale funktioniert zu haben. Die Nachbarinnen informierten rechtzeitig das Jugendamt. Das sofort anrückte und zweimal vor verschlossener Tür stand. Gibt es jetzt endlich erweiterte Befugnisse für das Jugendamt? Dürfen die Beamten demnächst die Tür eintreten bevor das Kind tot ist? Fehlanzeige: Familienministerin Ursula von der Leyen strickt weiter an der Mär vom grausamen Jugendamt, das den Leuten die Kinder raubt. Sie setzt will stattdessen bei der Schnittstelle zwischen Medizin und Jugendamt die Frühwarnsysteme verbessern. Warum Leute, die ihre Kinder verhungern oder verdursten lassen, die Routineuntersuchungen für Kleinkinder einhalten sollten, das ergibt wohl nur unter dem Goldhelm der Ministerin einen Sinn.
Straffrei für kleines Geld
Eben noch im Fadenkreuz von Justiz und lästigen Journalisten, heute schon für kleines Geld auf freiem Fuß und nicht mal vorbestraft? Das will ich auch, sagt sich der angeschossene Siemens-Aufsichtsratschef und Innovationsberater der Bundesregierung und engagierte die gleichen Rechtsanwälte, die schon Josef Ackermann wegen mangelnden öffentlichen Interesses aus dem Kreuzfeuer zogen. Denkfehler, Herr von Pierer: Sie müssen auch noch versuchen, die gleichen Richter zu kriegen.