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Buchtipp: Declan Hughes – Blut von meinem Blut

Vor zwanzig Jahren verließ Ed Loy Dublin und das Elendsviertel Fagan’s Villas. Überstürzt, denn er hatte entdeckt, dass seine Mutter eine Affäre hatte. Nun ist sie tot, und Ed Loy kehrt zurück. In ein Dublin, dass seine Geschichte als Armenhaus abgeschüttelt hat wie Dreck an den Schuhen. Aber so ist das mit Dreck an den Schuhen: Man kann ihn noch so gründlich abklopfen, etwas davon schleppt man doch immer hinein und auf den neuen Teppich.

So ist das auch bei Declan Hughes und seinem Thrillerdebut „Blut von meinem Blut“.
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Googles neuer Streich

Nun ist es auch an den Küsten des alten Europa gestrandet: das GoogleOS, kurz gOS. Ein knuffig aufgemotztes Ubuntu 7.10 mit allerhand Google-Anwendungen. Der Test in Netzwelt zeigt, wie klug Googles Schritt war, auf das Wort Linux im Namen zu verzichten. Zitat: „Klare Strukturen, große Icons und nette Effekte unterstreichen hier noch einmal die Zielgruppe des Gelegenheits-Computerasten, der sich nicht in eine Linux-Konsole vertiefen möchte.“ Als ob nicht jede Silbe auch auf Ubuntu zuträfe, oder auf Suse, oder…

GoogleOS zeigt, wie sehr Linux unter dem schlechten Ruf der Anfangsjahre leidet, und wie erfolgreich es ohne den Namen Linux sein kann. Ansonsten liest sich der Artikel als reines Lob auf ein Betriebssystem, das nicht viel Ressourcen braucht, einen übersichtlichen Desktop mitbringt, und dessen Programmausstattung nichts kostet. Wal Mart verscherbelt PCs mit gOS schon ab 199 Dollar. Als ob das nicht auch mit Ubuntu ginge, oder mit Suse, oder mit Fedora, oder … Ach lassen wir das, und freuen uns daran, dass Linux wenigstens unter falschem Namen die Anerkennung bekommt, die ihm schon lange gebührt

Analog Basics: MM oder MC auf die Spitze getrieben

Ein guter und günstiger Tonabnehmer für meinen Plattenspieler? Das AT95 von Audio Technica, antwortet der HiEnd-Freak, und rümpft die Nase. Danach geht es mit MC-Systemen weiter. Das AT95 ist tatsächlich der Billigheimer unter den Abtastern. Es kostet knapp 60 Euro, spielt tonal unverfärbt und für den Preis unglaublich detailfreudig. Noch etwas muss man zu Audio Technica sagen: Die Produktkonstanz ist vorbildlich! In all den Jahren in denen ich wohl weit über hundert AT95 verkauft, eingebaut, ausgebaut, nachjustiert habe, war nicht ein einziger Ausreißer darunter.
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Telekom-Tagebuch 8: 8. November 2007

Unser Telefon geht, und gestern taten sich unheimliche Dinge: Etwa alle halbe Stunde riefen abwechselnd zwei Mitarbeitende der Telekom bei uns an. Eine Frau versicherte uns, dass wir längst Internet hätten und es nur nicht gemerkt hätten. Ein Mann teilte uns mit, dass wir nur DSL 6000 bekommen könnten und an das Home-Entertain-Paket nicht zu denken sei. Das ging den ganzen Tag so. Abends stellten wir fest, dass wir kein Internet und kein Fernsehen hatten. So werden wir wohl jetzt endlich unseren Abschied vom Rosa Riesen nehmen müssen.

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