Eine Webcam von Microsoft auf einem Microsoft-Betriebssystem zum Laufen zu bekommen, das solte eigentlich kein Problem sein, sagte sich Angus Kidman. Doch als er die Treiber-CD einlegte (natürlich auch von Microsoft), da zeigte sich Windows Vista unfähig einen passenden Treiber zu finden, riet aber immerhin: „Wenn Sie den Hersteller des Gerätes kennen, dann können Sie seine Website besuchen und nach Treiber-Software suchen.“ Kidman besuchte die Microsoft-Seite, lud dort den Treiber herunter (gleiche Version wie die auf der CD) und startete einen neuen Versuch. Nun teilte ihm Vista mit, dass die Software bereits installiert und vor der Installation zu entfernen sei. Kidman versuchte die Deinstallation. Da meldete sich die UAC (User Account Controll) von Vista zu Wort: Die Software sei von einem unbekannten Hersteller. Schließlich wandte sich Kidman an den Online Support. Nach der Eingabe der Seriennummer und der Fehlerbeschreibung verabschiedete sich der Online-Support mit der Bemerkung: „Ein unbekannter Anwendungsfehler ist aufgetreten.“ In seinem Artikel in ITWire, den ich hiermit ins Deutsche übertragen habe, fragt Angus Kidman sinngemäß: „Wenn Microsoft keine Treiber für Vista schreiben kann, wer dann?“
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Sicher mit Linux: Firefox II
Heute hat sich herausgestellt: Auch bei der Cookie-Verwaltung von Epiphany funktioniert der Schreibbefehl ins Nichts.
Also: cookies.txt löschen, im Terminal ins Epiphany-Verzeichnis wechseln und dann:
ln -s /dev/null cookies.txt
Die Windows-Version des Firefox soll übrigens die Cookies ebenfalls in einer Datei cookies.txt verwalten. Hier soll es sinnvoll sein, die Textdatei zu löschen und durch einen Odner cookies.txt zu ersetzen. Ein schwarzes Loch besitzt Windows jedoch nicht. Das bedeutet, dass der Cache weiterhin ein trübes Gewässer für Schädlinge bleiben wird. Dabei ist die Zahl der entsprechend präparierten Websites, die den Firefox zum Abstürzen bringen keines wegs klein. Ich bin vor etwa einem Jahr zu Epiphany gewechselt, weil mir das ewige Gerödel der Festplatte bei mehreren geöffneten Tabs im Firefox mit anschließendem Stillstand gewaltig auf die Nerven ging.
Totgesagte leben länger
Es lebt genau 5 Monate länger: Windows XP. Wie Golem berichtet, erlaubt Microsoft den Händlern, noch bis Juni 2008 Computer mit dem Vorgänger aktuellen Windows Vista anzubieten. Bisher hieß es, XP solle nur noch bis zum Januar 2008 auf dem Markt bleiben. Vielleicht erleben wir tatsächlich noch, dass der Softwareriese sein Vista still und heimlich sterben lässt. Vielleicht lernt Microsoft, dass man einen großen Wurf wie Win95 nur einmal landen kann, und auch nur, wenn es kein Linux als Alternative gibt.
Verwandte Links: Götterdämmerung für Bush und Gates
Sicher mit Linux: Firefox
Eigentlich sind wir Linuxer doch auf der sicheren Seite, oder? Für den Pinguin gibt es kaum Schadprogramme, und selbst wenn man sich mal was holt: SELinux (bei Red Hat oder Fedora) beziehungsweise AppArmor (bei Suse und ab Oktober auch bei Ubuntu) sorgen dafür, dass kein Programm etwas tut, das es nicht tun soll. Aber es gibt noch ein paar Dinge, die sich verbessern lassen. Fangen wir mit dem beliebtesten Browser unter Linux an: mit dem Firefox.
Die Schwachstelle vom Fuchs liegt im Cache. Der Firefox sammelt im Cache Inhalte von besuchten Websites und alle Cookies. Der Cache ist die Leber des Firefox. Hier sammelt sich der Müll. Beim Firefox gilt: WYCIWYG (What You cache is what You get). Besonders die Cookies sind verdächtig. Mit Tracking-Cookies spionieren Anbieter unser Surfverhalten aus. Außerdem lässt sich über präparierte Webseiten ein Speicherüberlauf herbeiführen. Der Firefox stürzt ab, und der Eindringling kann auf dem PC des Nutzers beliebige Aktionen mit Nutzerrechten ausführen.
Natürlich kann man dem Firefox verbieten, Cookies anzunehmen. Aber viele Seiten setzen schlicht voraus, dass der Browser Cookies annehmen kann. Also richten wir den Firefox so ein, dass er alle Cookies beim Schließen löscht. Aber was passiert bis dahin?
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Birma und Bush
Zu den Unruhen in Myanmar, dem ehemaligen Birma hat sich nun auch US-Präsident George W. Bush geäußert. Wie der Borowitzreport berichtet, habe der Präsident angekündigt, er werde diejenige Seite unterstützen, die einfacher auszusprechen sei.