El Presidente hatte es in einem acht Stunden währenden Redemarathon im venezolanischen TV angekündigt: Er werde die Uhr um eine Stunde vorstellen, damit Venezuelas Kinder bei Tageslicht in die Schule gehen könnten, verspracht Präsident Hugo Chavez. Darauf wandte ein Zuschauer ein, dazu müsse er die Uhr eher zurückstellen. Solch ebenso einfacher wie zwingender Logik wollte sich der Präsident aber nicht beugen. So vertagte er sich, und ließ die Landsleute mit der Frage allein: „Ja wie spät ist es denn nun?“ Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Mich wundert vor allem eins: Damit sich das Anliegen des Präsidenten verbreitet, muss sich jemand dessen Rede angehört haben. Wer tut sich acht Stunden Monolog an?
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Zum Qualmen in die Kirche?
Der Stichtag für das hessische Nichtraucherschutzgesetz naht. Ab Montag gehen auch in hessischen Restaurationsbetrieben die Kippen aus. Wohin also zum Rauchen? In die Kirche, gute Idee! Die Kirchen sind mehrheitlich (noch) keine Restaurationsbetriebe. An der Kirchen- respektive der Gemeindehaustür endet der unerbittliche Arm des Gesetzes. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hat die Gefahr erkannt und empfiehlt ihren Gemeinden, sich dem Nichtraucherschutzgesetz anzuschließen. Sonst qualmt’s ab Montag in den Gemeindehäusern.
Weg mit der Windows-Steuer
Windows? Das ist doch schon drauf. Und genau hier endet der Wettbewerb auf dem Computermarkt, bevor er begonnen hat. Warum soll das also so bleiben? Das fragt das Globalization Institute, eine Denkfabrik der Europäischen Union. In Frankreich schafft man hingegen Fakten. Dort verurteilte ein Gericht, den Notebokkhersteller Acer dazu, 310 Euro an einen Kunden zurückzuerstatten – für von diesem nicht genutzte Software. Darunter das Betriebssystem Windows XP und die Microsoft Office Suite. Dennoch: Was dem Wettbewerb nützt, könnte sich gegen den unerfahrenen PS-Nutzer wenden. Sollen wir alle in Zukunft das Betriebssystem selbst installieren?
documenta12: Hu Xiaoyuan – Mine

Drei chinesische Bibeln in Blindenschrift hat Hu Xiaoyuan auf einem Flohmarkt erstanden. Auf dem abgegriffenen Papier hat sie Dinge aus ihrem Leben in Aquarell verewigt. Hu Xiaoyuans Werke zählen für mich zu den faszinierendsten Erlebnissen der documenta 12. Sie wirken durch Ruhe und durch Feinheit der Strukturen.
Götterdämmerung für Bush und Gates
Während Vista zunehmend als Marktrisiko gilt, breitet sich Linux stillschweigend aus. Doch als Erklärung dafür reicht der missglückte Start des neuen Windows nicht aus. Schlechtes Image und vermurkste Politik des Bush-Amerika belasten Microsofts Bilanzen.
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