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documenta12: Nedko Solakov – Top Secret

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Ein Karteikasten mit 179 Beweisen für die Vergangenheit eines Menschen. Eine unangenehme Vergangenheit. Eine Vergangenheit mit Kontakten zur bulgarischen Gheimpolizei in der Zeit des Sozialismus. Doch nicht um die Stasi-Vergangenheit irgendeines imaginären Bulgaren geht es in „Top Secret“, sondern um die Vergangenheit des Schöpfers. Nedko Solakov hat sich in diesem Arrangement zu seiner Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst als junger Künstler bekannt. Ein brisanter Akt der Selbstentblößung während der Zeiten- und Systemwende 1989/90. Brisant auch deshalb, weil auch 18 Jahre nach dem Ende des Sozialismus die Geheimdienstakten immer noch unter Verschluss sind. Eine Aufarbeitung steht noch aus – und die Spitzelgeständnisse vieler Bulgaren.

Acht Millionen Selbstmordattentaeter

Acht Millionen Automobile schleppen sich mit schweren Maengeln ueber Strassen. Das meldet die Tagesschau heute. In Zahlen 8.000.000 Gefaehrder im Schaeubleschen Sinne gurken herum, riskieren ihr eigenes und unser aller Leben. Selbstmorattentaeter durch Schlampigkeit bei der Autowartung. Doch dann lesen wir weiter: Zu diesem Schluss kommt die Gesellschaft fuer technische Ueberwachung. Diese Gesellschaft ist alles andere als gemeinnuetzig. Und kassieren will sie kuenftig bei aelteren Autos jaehrlich. Dabei beweist der Vergleich der Unfallstatistiken mit Laendern, in denen die Pruefintervalle noch laenger sind als hier, dass der groesste Mangel bei Autos jeden Alters immer noch hinter dem Steuer sitzt. Auch einem ernsthaften Leitmedium geraet eben mal ein PR-Text ohne ausreichende Pruefung ins Programm.

documenta12: Eleanor Antin

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An Eleanor Antin werden sich die älteren unter uns noch erinnern. Wir haben sie schon am 27. Juni kennengelernt als wir ihre exotische Blutbank besuchten. Heute treffen wir sie im Keller der Neuen Galerie wieder. Das hat den Vorteil, dass man hier gerahmte Bilder in Ruhe betrachten kann, während man im Rest des Hauses an den Spiegelungen der Fenster vorbei schielen muss. Die vergilbten Fotografien lässt Eleanor Antin in mehreren Räumen auf Pappkameraden treffen. So ganz ohne Blut geht es aber auch hier nicht: In der ersten Installation – „Field Operation“ – stehen die Pappfiguren in einem Meer aus abgetrennten Gliedmaßen.

Offline gebloggt

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