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Beamter mit Hohlräumen im Hirn

Es passt fast zu gut in die gängigen Klischees über Beamte: In Frankreich geht ein Beamter mit einem winzigen Gehirn seinem Beruf nach. Wie die Netzzeitung berichtet, ist der 44-jährige Familienvater wegen einer linksseitigen Beinschwäche ins Krankenhaus eingeliefert worden. Als sie das Gehirn des Patienten durchleuchteten, staunten die Ärzte nicht schlecht: Riesige wassergefüllte Hohlräume fanden sie im Hirn des Mannes, der nur über weniger als die Hälfte eines normalen Hirnvolumens verfügt.

Siehe auch: http://senfdazu.blogspot.com/2007/07/forrest-gump-lebt-in-frankreich.html

documenta-Pause

Mit dem Foto vom Aue-Pavillon geht mein documenta-Tagebuch in eine Pause. Die weiteren Ausstellungsorte, Neue Galerie und Schloss Wilhelmshöhe, muss ich erst noch aufsuchen. Vielen Dank an alle, die mir so fleißig durch die heiligen Hallen gefolgt sind.

documenta 12: Aue Pavillon

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Der Aue-Pavillon im normalen Flutungszustand. Ein Ordner wimmelt die ersten japanischen Touristen ab, die Einlass begehren. Ein Pariser Architekturbüro hatte den Pavillon geplant. Aber eigentlich sollte er nur aus einem Plexiglasdach und offenen Wänden bestehen. Klar, dass man keine unersetzlichen Kunstwerke in einem so offenen Gebäude zu präsentieren. Warum Roger M. Buergel überhaupt auf die Idee verfallen war, ein solches Gebilde errichten zu lassen, zählt zu den Geheimnissen dieser documenta. Dann kam eins zum anderen: Nachdem man Wände errichtet hatte, stellte man fest, dass es da drin heiß wie in einem Backofen sein würde. Also kamen Vorhänge hinzu. Die Architekten distanzierten sich von ihrem Pavillon. Und der steht nun da, mal unter Wasser, mal in der sengenden Sonne, gegen die die Klimaanlage kaum ankommt.

Der Lotse fällt von Bord

Nun verlässt er genau jenen Posten, der in diesem Land einem Feudalherrscher-Thron noch am nächsten kommt. Den des bayerischen Ministerpräsidenten. Wie wird er wohl seinen Schwanengesang anstimmen, der Stoiber Edmund? „Herrschaften, ich sing‘ mir ja keinen Schwan!“ Kondolenz kommt schon jetzt aus den Reihen seiner treuesten Feindbilder. Petra Pau von der Linkspartei würdigt den werdenden Pensionär mit den Worten: „Kein zweiter deutscher Politiker konnte nüchtern soviel unverständliches Kauderwelsch reden, wie er.“ Der Linkspartei geht überdies ein zuverlässiger Wahlkampfhelfer im Osten verloren. Wir alle erinnern uns noch an die Idee, den Ossis den Geldhahn abzudrehen, wenn sie PDS wählen. Oder – eine Bundestagswahl später – Stoibers Ausbruch gegen die „Frustrierten“, die in Deutschland die Wahl entscheiden.

Käse beim Schimmeln zusehen

Und am Ende eines Tages noch etwas für die Wissenschaftsfruende: Haben Sie schon einmal Käse beim Schimmeln zugeschaut? Sicher, können Sie mit einem Blick in den Kühlschrank auch daheim haben. Aber liegt Ihr Cheddar auch schon 208 Tage und 21 Stunden? Na eben. Dann sollten sie einige kontemplative Minuten, Stunden oder gar (schluck!) Tage mit www.cheddarvision.tv verbringen. Don’t try this at home!

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