Wer wird neuer CSU-Chef? Bundesagrarminister Horst Seehofer, oder der bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber? Wenn man die Basis fragen würde, dann wäre die entscheidung klar: Seehofer. Und genau deswegen befragt die Parteiführung auch nicht die Basis. Seehofer droht als Parteichef zu mächtig zu werden. Deshalb soll e es ein letztes mal der Stoiber Edmund richten. Wie ein Wittelsbacher-König, in deren Nachfolge sich Stoiber so gern sah, darf er nun seinen Thronfolger erwählen. Wenn Stoiber versagt, dann bliebe der Partei nur ein Weg, den in der CSU niemand zu gehen wagt: Der demokratische Weg, bei dem die Parteitagsdelegierten zwischen den beiden Bewerbern wählen. Aber das wäre zuviel für Bayern. Wenn die CSU demokratisch geleitet wird, dann bestimmt auch bald der Vatikan.
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Sonny, Please
Sonny Rollins ist wieder da. Seine Platte „Saxophone Colossus“ von 1956 zählt zu den wichtigsten Alben der Jazzgeschichte und das darauf enthaltene „St. Thomas“ zur Standardliteratur für angehende Saxofonisten. Der heute 76-Jährige, der immer noch am fettesten möglichen Saxofonsound arbeitet, meldet sich zurück mit dem Album „Sonny, Please“. Der österreichische Standard widmet der Saxofonlegende einen langen Artikel.
Dem Spamfilter auf den Zahn fühlen
Der wohl meistverwendete Spamfilter für Linux heißt Spamassassin. Aber wirkt er auch? Das RedHat-Magazine präsentiert einen einfachen Test: Einfach eine eMail mit der unten stehenden Zeichenfolge an die eigene Mailadresse schicken. Bei mir hat der Test funktioniert (Fedora Core 6, Evolution 2.8.2.1).
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Ende eines politischen Amokläufers
Bayerische Bauernregel der Woche:
Weht’s im Jänner gar zu hoat, blosts den Stoiber über Boad.
Foto: Flickr
Nun geht er also, der Problempolitiker Stoiber. Erinnern wir uns: Wir Außerbayrische lernten Edmund Stoiber kennen als Straußens Generalsekretär, als das „blonde Fallbeil“. Später, als Ministerpräsident, nervte er uns mit Streberei und Besserwisserei. Ganz egal, worin: Bayern musste Deutscher Meister sein. Der Lack bekam Risse als Stoiber zur Bundestagswahl 2002 gegen Bundeskanzler Gerhard Schröder in den Ring stieg. Plötzlich sah die Republik einem rethorischen David bei seinem Kampf gegen den Medien-Goliath Schröder zu. Seine überaus knappe Niederlage bestätigte jedoch wie weit der Ruf des bayerischen Ministerpräsidenten als „Macher“, als fleißiger Arbeiter im Auftrag des Gemeinwohls über die Grenzen Bayerns hinaus trug.
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Wen interessieren schon die Punkte
Die dreiprozentige Mehrwertsteuererhöhung hat es jetzt bis in den seriösen Deutschlandfunk geschafft. Dadurch wird sie nicht richtiger. Was wäre eine dreiptozentige Mehrwersteuererhöhung? Genau: Das wäre ein Anstieg der Mehrwertstuerer von 16 Prozent auf 16,48 Prozent. Um von 16 auf 19 Prozent zu steigen, muss die Mehrwertsteuer entweder um 18, 75 Prozent steigen oder um 3 Prozentpunkte. Ist doch logisch, oder? Die Schlipsträger in den Funkhäusern werden die Axeln zucken. Bei WDR hieß es immer beruhigend: Keine Sorge, das versendet sich. Aber der, der die deutsche Sprache liebt, windet sich noch lange in Qualen.