„Die heutige Kollekte erbitten wir, damit wir die Schadenersatzforderungen gegen geistliche Kinderschänder bezahlen können.“ Noch Science Fiction, doch in katholischen Kirchen im Erzbistum Dublin vielleicht bald Realität.Die Erzdiözese hat massenhaften Kindesmissbrauch durch Geistliche gestanden. 102 Priester haben in den vergangenen 66 Jahren insgesamt 350 Kinder missbraucht. In 32 Fällen haben Opfer auf Schadenersatz geklagt. 5,8 Millionen Euro hat das die Kirche gekostet, und 40 Verfahren laufen noch. Erzbischof Diarmuid Martin muss wohl jetzt beginnen, das Tafelsilber seiner Erzdiözese zu verscherbeln, um die Opfer zu entschädigen.
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Sonntag – Ruhetag
Am siebten Tage sollst du ruhen, lautet ein zentraler Grundsatz des christlichen Glaubens. Der Sonntag ist heilig. Ruhen? Ja, aber glücklicherweise nicht für ewig. Denn auch der Sensenmann scheint am Sonntag die Füße hochzulegen – zumindest bei unseren westlichen Nachbarn. Das geht aus einer Meldung hervor, die die Katholische Nachrichtenagentur (KNA) in der vergangenen Woche verbreitete. Sonntags sterben in den Niederlanden weniger Menschen als an anderen Wochentagen, heißt es darin. Durchschnittlich 366 Menschen sind in den vergangenen fünf Jahren sonntags gestorben, 14 weniger als an anderen Wochentagen. Und das liegt tatsächlich teilweise am sonntäglichen Ruhegebot, denn sonntags greifen natürlich auch holländische Chirurgen nicht zum Messer. Außer im Notfall – versteht sich. Trotz aller Fortschritte hat die Medizin ein grundsätzliches Problem bisher nicht gelöst: Jede Operation – und sei sie noch so dringlich – ist immer auch ein wenig Glückssache.
Gut, dass wir die Vogelgrippe haben
Seehofer hat es vorgemacht: Wer derzeit auf Knien durch Hühnerställe robbt und hilflose Landräte öffentlich zusammenfaltet, der steigt in der Wählergunst. Die Vogelgrippe bietet den Angehörigen unserer politischen Klasse ausreichend Gelegenheit, ihrem tristen Alltag zu entfliehen. Wer seine Lebenszeit eingeklemmt zwischen den mächtigen Lobbies und der eigenen Machtlosigkeit verbringt, ist froh, wenn er mal aufs Land fahren darf.
Seien wir froh, dass unsere Politiker sich so austoben können. Wo die Vogelgrippe noch weit ist, befasst man sich mit ganz anderen Problemen. Beispielsweise mit Abtreibungsverboten, wie im US-Staat South Dakota. Wenn ein so wichtiges Thema ansteht, dann interessiert sich wenigstens niemand für die Arbeitslosenrate, die gegen den Bundestrend unaufhaltsam ansteigt.
Fehlschlag
Mit „failure“ bezeichnet der angelsächsische Sprachraum einen Fehlschlag, etwas, das richtig in die Beinkleider gegangen ist. Mit einer Übung wollen wir dem Wort im Internet nachspüren:
1. Rufen Sie die Seite www.google.de auf.
2. Tippen Sie in das Eingabefeld failure ein.

3. Schicken Sie die Suchanfrage mit dem Button „Auf gut Glück“ ab.
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Alles auf einmal…
Was bedeutet es, wenn Sie eine Schachtel Pralinen in einem Rutsch vernichten? Diabetes? Falsch! Es bedeutet:
„Sie verbergen nichts und gehen sehr ehrlich mit anderen Menschen um. Andere zu manipulieren oder Berechnung aus Eigennutz liegt Ihnen fern. Mit Ihnen kann man über lange Zeit gut befreundet sein. Vorsicht! Sie könnten ausgenutzt werden, wenn Sie allzu gutmütig und gutgläubig sind.“
Eine der vielen fernöstlichen Weisheiten, die Ihnen ein neuer Psychotest aus Japan auf der Internetseite von Focus verrät. Eine kurzweilige Sache für die Mittagspause. Jetzt wissen Sie, dass der Autor dieser Zeilen ein gutgläubiger Einfaltspinsel ist.