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Untotes zum Mittagessen

Wenn wir sterben, sind uns Normalsterblichen zwei Dinge gewiss: Wir werden bestattet und dürfen dann in der Regel 25 Jahre im Erdreich ruhen, bis die Friedhofsverwaltung den Platz neu vergibt. Die Legende kennt viele Wege, jenen Zustand zu erreichen, der als „untot“ bekannt ist. Da wandelt man nach dem Ableben noch für unbestimmte Zeit über die Erde. Transsylvanien im heutigen Rumänien gilt als Hort der Untoten. Wie n-tv.de berichtet, wandelt auch heute dort viel Fleisch umher, das lange tot ist. Untot zu sein, gilt als göttliche Strafe. Untotes zum Mittagessen angeboten zu bekommen dagegen nur als unfein.
Danke für den Hinweis, Horst.

Terrorbekämpfung mit Begriffen der Astrophysik

Bis zu 100 Millionen Datensätze fallen täglich bei österreichischen Mobilfunkanbietern an. Rechnen wir das auf unser etwas weniger beschauliches Staatswesen hoch, dann müssten deutsche Mobilfunkanbieter etwa 1 Milliarde Anrufe und SMS zu vermitteln haben (den zehnfachen Wert – analog zur Bevölkerungssituation). Das bedeutet, dass in einem Jahr 365 Milliarden Datensätze anfallen. In den zwei Jahren, die jetzt seitens der EU gefordert sind, sprechen wir von 730 000 000 000 Datensätze. Da sind die Datensätze aus dem Online-Verkehr noch nicht dabei, ebenso wenig wie die Verbindungsdaten aus dem Festnetz. Wohlgemerkt: Wir sprechen immer noch von Deutschland. Auf die 25 EU-Mitgliedsstaaten hochgerechnet kämen Datenmengen zusammen, deren Zahlbegriffe normalerweise nur Astrophysiker im Wortschatz führen.
Nicht nur österreichische Mobilfunkanbieter bezweifeln, dass die Speicherung solch gigantischer Datenmengen ein scharfes Schwert im Kampf gegen den internationalen Terrorismus darstellt.

Schweden im Puff

Knäckebrot, Fichtenholzregale, okay. Aber käufliche Liebe? In Schweden noch strenger verboten als Alkohol. Verständlich, dass die schwedische Öffentlichkeit Angst hat um die Unschuld des schwedischen Kaders bei der Fußballweltmeisterschaft. Und nun das: Frankfurter Nutten haben den Kickern aus dem Norden eine kostenlose Sightseeing-Tour durch die Sehenswürdigkeiten des Bahnhofsviertels angeboten. Wären sie Briten, würden sie sagen: Shocking. Aber keine Angst, liebe Schweden: Immerhin räumen die Damen ein, dass eine Besichtigung ja noch nicht zum Kauf verpflichtet. Was lehrt uns das? Wenn unser Ruf in Europa so schlecht ist, dann muss die „Rote Meile“ wohl ein TV-Exportschlager gewesen sein.

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