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Vier Jahre lebendig begraben

Am 11. Januar 2002 kamen die ersten Gefangenen aus dem Afghanistan-Krieg im Camp X-Ray, US-Stützpunkt Guantanamo auf Kuba, an. Heute feiert das wohl umstrittenste Gefangenenlager der Welt einen traurigen Geburtstag. Derzeit sollen 500 Gefangene dort lebendig begraben sein: ohne Aussicht auf ein faires Verfahren, ohne Haftbefehl, auf Gedeih und Verderb der Willkür der US-Regierung ausgeliefert. Guantanamo steht für die erschreckende Skrupellosigkeit und Prinzipienlosigkeit, mit der die letzte verbliebene Supermacht rechtstaatliche Grundsätze über den Haufen wirft, wenn diese ihr nicht in den Kram passen.

Springer zieht alle Register

Lieber Springer als Murdoch! So lassen sich die Reaktionen darauf zusammenfassen, dass die Medienkontrollbehörde KEK eine Übernahme von ProSieben und Sat.1 durch den Springer-Verlag abgelehnt hat. Dabei ist viel vom Standort Deutschland die Rede und von Arbeitsplätzen. Die seltene Einmütigkeit aller politischen Parteien beweist vor allem eines: wie weit Springers Arm schon jetzt in die Politik reicht. Man kann Autos für Deutschland in China produzieren. Aber Fernsehprogramme? Wenn aber die Programme in Deutschland hergestellt werden, dann bleiben auch die Arbeitsplätze hier, richtig? Bleiben wir bei den Arbeitsplätzen: In der Medienbranche wird es sehr bald mehr prekäre Arbeitsverhältnisse geben als Festanstellungen. Welche Arbeitsplätze?

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