Lieber Springer als Murdoch! So lassen sich die Reaktionen darauf zusammenfassen, dass die Medienkontrollbehörde KEK eine Übernahme von ProSieben und Sat.1 durch den Springer-Verlag abgelehnt hat. Dabei ist viel vom Standort Deutschland die Rede und von Arbeitsplätzen. Die seltene Einmütigkeit aller politischen Parteien beweist vor allem eines: wie weit Springers Arm schon jetzt in die Politik reicht. Man kann Autos für Deutschland in China produzieren. Aber Fernsehprogramme? Wenn aber die Programme in Deutschland hergestellt werden, dann bleiben auch die Arbeitsplätze hier, richtig? Bleiben wir bei den Arbeitsplätzen: In der Medienbranche wird es sehr bald mehr prekäre Arbeitsverhältnisse geben als Festanstellungen. Welche Arbeitsplätze?
Seite 225 von 288
Wer will die Smarties?
Mercedes will Smart loswerden! Das berichtet der Stern heute im Internet. Ein Wunder ist es nicht: Der Smart kostet wie ein Großer, säuft wie ein Großer und hat weniger Platz als ein italienischer Sportwagen. Ein Auto, das für die Yuppies der 90er konstruiert war, die nach dem Platzen der New-Economy-Blase kaum das nötige Kleingeld besitzen dürften.
Linux nach Maß
Es gibt nur ein Windows und nur ein Mac OS, aber das Linux-Portal Distro-Watch listet schon mehr als 300 Linux-Distributionen. Welches Linux passt zu welchem User? Ein neues Linux-Quiz gibt Entscheidungshilfe. Aufgrund der bereits genannten Zahl von Linux-Distros sei dem Anbieter, Zegeniestudios, nachgesehen, dass er sich auf die gebräuchlichsten beschränkt hat.
Koperschutz über Leichen
Sony entschuldigt sich für seinen brutalen Kopierschutz. Das meldet Heise.de heute. Einige CDs aus dem Hause Sony installierten Spyware auf Computern von Musikfreunden – per Rootkit! Um den Virenjägern zu entgehen. Solch ein Verfahren öffnet zunächst einmal auf befallenen Systemen Sicherheitslücken. Allmählich muss man sich fragen, was für den (Windows-) PC gefährlicher ist: Hacker, Viren, Trojaner oder vielleicht doch die Konzerne?
Zähneklappern um Sharon
Die Welt bangt um Ariel Sharon, selbst jene, die eigentlich bisher nicht viel Grund dazu hatten. Die Palästinenser bespielsweise. Wenn der israelische Premier seinem Schlaganfall erliegt, dann steht die Zukunft des gerade begonnenen Friedensprozesses in den Sternen. Begonnen hatte er als Arafat im vergangenen Jahr verstarb. Plötzlich hatte Sharon seinen Gegenspieler verloren, seinen alten Feind, dessentwegen er in die Politik zurückgekehrt war. Und jetzt?