750.000 Distributionen von OpenSuse 10.0 will Novell mittlerweile unters Volk gebracht haben. Den deutschen Linux-Marktführer in seiner Open-Version gibt es erst seit dem 6. August vergangenen Jahres. 7000 mal wird OpenSuse täglich heruntergeladen. Ein nicht unerheblicher Teil der Pakete dürfte in China gelandet sein. Dort ist Novell – also Suse – der Marktführer unter den Linux-Anbietern. In den Ländern Asiens und Osteuropas spielt Linux schon deswegen eine immer wichtigere Rolle, weil Open Source die sauberste Lösung ist, eine Informationsgesellschaft aufzubauen, wo das Geld knapp und der Durst nach Teilhabe am weltweiten Dorf groß ist.
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WMF und kein Ende
Er heißt wie ein großer deutscher Hersteller von Essgeschirr, er kommt uneingeladen und isst garantiert nicht mit Messer und Gabel: Der WMF-Exploit hält die Windows-Welt auch im neuen Jahr auf Trab. Schon lange hat kein PC-Parasit mehr solche Hartnäckigkeit bewiesen. Jetzt streiten sich Microsoft und diverse Drittanbieter, wer das Untier bekämpfen darf. Kleinstweich würde natürlich gern die Hoheit im eigenen Haus behalten, und dazu zählen nach Redmonder Auffassung natürlich auch die PCs aller Millionen von Windows-Benutzer. Das Problem: Wenn man der Meldung auf Heise Glauben schenken darf, dann funktionieren auch die hauseigenen Patches keineswegs reibungslos.
Zum ersten Mal am 28. Dezember hatte der IT-Informationsdienst Heise vor der Sicherheitslücke im Bildformat *.wmf gewarnt.
Die Liberalen und die Menschenrechte
„Die Amerikaner verletzen in Guantanamo vorsätzlich Menschenrechte.“ So tönte es nach einer Meldung der katholischen Nachrichtenagentur KNA kürzlich aus… Ja, aus welcher Richtung? Die Grünen? Die Linken? Falsch: Die FDP! Ja, genau, die fröhlichen Modernisierer, die nur dann von den Börsenkursen aufschauen, wenn das Wort „Rechte“ in Bezug auf das Privateigentum fällt. Urheberin des erwähnten Zitats ist die FDP-Rechtsexpertin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die in früher Vorzeit, in einer anderen Bundesrepublik einmal ministrabel war. Wenn die große Koalition noch lange andauert, dann wird es ganz schnell sehr kuschelig im linken Parteienspektrum.
Für den Terroristen zu clever!
Mit ihrem Einbürgerungstest für Muslime ist den Clerverles im Ländle aber mal was Geniales eingefallen. Ganz sicher, liebe Schwaben, taugen Fragen nach der Einstellung zu den Attentaten vom 11. September 2001 zur Enttarnung gewaltbereiter Islamisten. Was würde wohl so ein Terrorist antworten? „Find ich super! Ich trink ja nie Alkohol, aber als wir das gesehen haben, waren wir stramm wie die Äxte, damals im Taliban-Trainingslager in Afghanistan!“
Die Idee ist aber auch verfassungsrechtlich bedenklich: Das Grundgesetz verlangt eine Gleichbehandlung von Menschen unabhängig von Hautfarbe, Religion, Geschlecht und Herkunft. Wann kommt also der Gesinnungstest für uns Ureinwohner?
Gesetz gegen Neueinstellungen
Ein Gesetz gegen Neueinstellungen fordert die Gewerkschaft Ver.di. So jedenfalls würden sich die neuen Pläne des nostalgischen Arbeitervereins auswirken. Der möchte profitablen Unternehmen gesetzlich verbieten, Leute zu entlassen. Wir können sicher sein, dass kein Politiker dafür die Hand hebt. Dennoch zeigt Ver.di einmal mehr wie vollkommen deutsche Gewerkschaften die Realitäten zu ignorieren vermögen.