Der so genannte WMF-Bug ist gar keine Sicherheitslücke, sondern eine Hintertür, die sich Microsoft offen gelassen hat, um Code auf den Systemen von Benutzern auszuführen, die Microsofts Website besuchen. Das behauptet der Sicherheitsexperte Steve Gibons. In der Tat scheint festzustehen, dass es sich nicht um einen Programmierfehler handelt, sondern um eine absichtlich eingebaute Funktion. Der Nachweis der Urheberschaft ist damit eigentlich reine Formsache. Wer sonst sollte solche Dinge in ein so gut gehütetes Betriebssystem einschleusen können als der, der es verbrochen hat?
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Wo George Bush hobelt..
…da fallen nicht nur Späne. Eigentlich wollten die Amerikaner wohl einen Stellvertreter Osama bin Ladens treffen als sie das Dorf Damadola in Pakistan bombardierten. Getötet haben sie mindestens 18 Menschen. Im Ergebnis muss Pakistans Präsident Musharraf nun um seine Macht bangen. Schon im Krieg gegen die Taliban musste das pakistanische Volk mit Waffengewalt an die Seite des großen Freundes gezwungen werden. Eigentlich völlig unverständlich, warum die Amis in der Region keiner leiden kann.
Mrs. Merkel geht nach Washington
Der Besuch beim US-Präsidenten wird kein Zuckerschlecken für die Kanzlerin. Von allen Seiten wird sie jetzt aufgefordert, mutig zu sein und die Menschenrechte anzusprechen. Davon ist sonst nur die Rede, wenn deutsche Regierungschefs nach Russland oder China reisen. Selbst Wolfgang Schäuble hält Guantanamo für untragbar. Das will schon was heißen, schließlich sah der Innenminister bis jetzt kein Problem darin, Terroristen unter der Folter zu verhören.
Indessen ist herausgekommen, dass unser Bundesnachrichtendienst Bombenziele im Irak für die Amerikaner ausspioniert haben soll. ANgesichts der schillernden Rolle, die deutsche Geheimdienste bei den Folterflügen der CIA gespielt haben, würde es mich mittlerweile nicht mehr wundern, wenn man auch in Guantanamo deutsch spricht.
Microsoft powered by Linux
Microsft will dem populären XBox-Game Halo auf die Leinwand verhelfen. Das soll kein geringerer ins Werk setzen als Peter Jackson. Pikant: Die Spezialeffekte werden auf 1000 Blade-Servern von IBM animiert, auf denen Linux läuft. Wasser auf die Mühlen schadenfroher Linux-Fans.
Vier Jahre lebendig begraben
Am 11. Januar 2002 kamen die ersten Gefangenen aus dem Afghanistan-Krieg im Camp X-Ray, US-Stützpunkt Guantanamo auf Kuba, an. Heute feiert das wohl umstrittenste Gefangenenlager der Welt einen traurigen Geburtstag. Derzeit sollen 500 Gefangene dort lebendig begraben sein: ohne Aussicht auf ein faires Verfahren, ohne Haftbefehl, auf Gedeih und Verderb der Willkür der US-Regierung ausgeliefert. Guantanamo steht für die erschreckende Skrupellosigkeit und Prinzipienlosigkeit, mit der die letzte verbliebene Supermacht rechtstaatliche Grundsätze über den Haufen wirft, wenn diese ihr nicht in den Kram passen.