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| Schon am Morgen belegten viele Weltjugendtagsteilnehmer ihren Aussichtsposten am Rhein. Hier eine Reisegruppe aus Italien am Anleger der Fähre am Deutzer Ufer. Die Italiener riefen mit „Benedetto“-Sprechchören nach dem heiligen Vater. |
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Warten auf den Papst
Zweieinhalb Millionen Menschen haben nach Schätzungen der Polizei entlang des Rheins in Köln auf die Ankunft von Papst Benedikt XVI. gewartet. Dort wo Wasserstand und Strömung dies zuließen drängten die Gläubigen auch ins Wasser, so wie hier, auf dem rechten Rheinufer, nahe der Zoobrücke.
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Lasst die Spiele beginnen
Kölns OB Schramma freut sich, dass die Stadt „Austragungsort“ des Weltjugendtages ist. So steht es in der Mappe, die jeder Journalist zur Begrüßung erhält. Das müssen die Weltmeisterschaften im Singen, Beten und Pilgern sein. Und weil sich der OB so über die vielen Pressevertreter freut, hält er die Weltpresse jeden Abend auf dem stadteigenen Schiff frei. Kölsch und Seegang – eine explosive Mischung für Landratten.
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Mega-Pontifex
Zum ersten Mal in ihrer 49-jährigen Geschichte bringt die Bravo ein Mega-Poster von einem Papst. Damit hat es Benedikt XVI. schneller zur Pop-Ikone gebracht als sein Amtsvorgänger. Johannes Paul II. hatte seine Memoiren in der Bild-Zeitung vorveröffentlichen lassen. In der fraglichen Bravo-Ausgabe wollen sich Stars wie Otto Waalkes oder Oliver Pocher zu Papst und Kirche äußern, und der König des zweideutigen Schüttelreims Snoop Dogg.
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Zum Weltjugendtag und sündenfrei wieder nachhause
Einen Ablass für alle Sünden bekommt, wer den Weltjugendtag besucht und dort beichtet. Ob dadurch weitere Kosten entstehen, ist noch unsicher. Immerhin ist der Ablass eine gute, traditionelle Einnahmequelle der Katholischen Kirche. Für acht Dukaten konnte man sich sogar von vorsätzlichen Tötungsdelikten freisprechen lassen. Derartige „Generalablässe“, wie sie jetzt Papst Benedikt XVI. den Weltjugendtagspilgern versprochen hat, erteilt die Kirche normalerweise ungern und nur zu sehr bedeutenden Anlässen. Im Mittelalter zählten die Kreuzzüge zu diesen Anlässen. Das Schwert ziehen, ein paar Heiden erschlagen und schon blieben der gesamten Sippe die Qualen des Fegefeuers erspart. Beten wir für die Kölner, dass sie nicht das Schicksal von Konstantinopel teilen. Die damals christliche Metropole am Bosporus – heute Istanbul geheißen – wurde 1204 von Kreuzfahrern erobert, verwüstet und ein großer Teil ihrer Einwohner wurde blutig hingemetzelt.
Foto: Wikipedia
