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Elite á la Schröder: Die Bundeswehr

Keine Fiktion, sondern Fakt: Während in den Kasernen der Putz von den Wänden fällt und die Soldaten den 2er-Führerschein im Auto-Scooter auf der Kirmes machen müssen, weil Strucki das Geld für den Sprit fehlt, haben die KSK-Soldaten Hochkonjunktur: Im vergangenen Jahr lief sie auf allen Kanälen, die vermummte Bundeswehr-Elite. Es gab mehr PR-Rummel um des Kanzlers neue Truppe als über die guten alten Bürger in Uniform während all der fünfzig Jahre ihres Bestehens. Da war sogar von heimlichen Einsätzen im Kosovo oder in Afghanistan die Rede. Was sie dort gemacht habe, unsere maskierten Recken? Pssst! Streng geheim! Wahrscheinlich für die Amis Bier geholt. Für solche Bilderbuchsoldaten ist das Geld allemal da.

Elite á la Schröder: Die Arbeitslosen

Arbeitslos – schweres Los. Wir wissen Bescheid: Die sind alle selbst schuld, sollen doch alle Minijobs annehmen. 400 Euro reichen doch im Sudan auch für eine 10-köpfige Familie. Alles Faulheit und deshalb braucht die SPD neue Arbeitslose. Schöne, strahlende Menschen, hochqualifiziert, motiviert und immer gern bereit, zwischen zwei befristeten Management-Positionen auch mal die Ärmel aufzukrempeln und den Müllwagen zu chauffieren. Die brauchen wir! Und sei es für die Minijobs. Nur, wer braucht so viele Putzhilfen? Ich sehe schon drei Leute vorsichtig das HiFi-Rack anheben, damit der vierte darunter saugen kann, während mir ein fünfter Minijobber devot die Schlappen reicht.

Elite á la Schröder: Die Kommunen!

Früher das Rückgrat des Föderalismus, jetzt nur noch unerwünschter Kostgänger, mit dem man die Steuerbeute teilen muss. Aber Gemeinden brauchen wir. Vorschlag: Wir wählen ein paar Gemeinden aus und die machen wir richtig fit. Da pflastern wir die Straßen mit Euros. Sie werden Leuchttürme im Clementschen Sinn sein. Und irgendwann werden dann auch die Gemeinden was davon haben, die zugunsten der Elite-Kommunen auf die Ausbesserung der Straßen verzichten müssen.

Elite á la Schröder

Jetzt haben wir uns zwei Jahre lang angehört, wie schlecht unsere Schulen sind. Jüngst meinte ein Besucher bei einer Veranstaltung in Sundern, selbst im indonesischen Dschungel würden die Kinder besser ausgebildet als im Sauerland. Die SPD hat nun die Lösung: Vergesst die alten Hochschulen. Wir bauen neue, schönere, bessere. Nicht so viele, damit’s erschwinglich bleibt. Darin wollen wir dann fleißige, brave, geschniegelte Studenten sehen, die stets lerneifrig durch die Brillengläser schauen. In den nächsten Tagen folgen an dieser Stelle nun Fortführungen des Elitegedankens der SPD.

Schicksals-Cup in Meschede

Auf den Veltins-Hallen-Masters in Meschede lastet in diesem Jahr eine schwere Verantwortung: Repräsentanten des DFB werden zu Gast sein. Hintergrund: Meschede möchte Mannschaftsquartier für die WM 2006 werden. Egal ob Litauen oder Senegal, 2006 soll der Wind der großen weiten Welt durchs Sauerland wehen. Um zu beweisen, dass die Sauerländer für die Sicherheit bei Sportveranstaltungen garantieren können, wird die größte teilnehmende Mannschaft die Polizei. Man rechnet mit 150 Beamten. Schauen die eigentlich auch den Schiris auf die Finger?

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