Aus meiner Sicht

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CD-Tipp: Paul Anka erklimmt den Wonderwall

Rock Swings, behauptet Paul Anka auf diesem Album

Rockklassiker im Swingsound? Reicht es nicht, dass die Songs unserer Jugend immer wieder von geschäftstüchtigen Geigern (David Garrett) oder grölenden Männerchören (Santiano) durch die Mangel gedreht werden? Mir nicht. Deshalb ist „Rock Swings“ von Paul Anka ein weiterer Tipp von mir für die Quarantäne, den Lockdown oder die einsame Insel.

Der Name Paul Anka steht beim einen für die Vorhölle der Schnulzenheinis, nur einen Schritt vor Barry Manilow – oder einen dahinter. Für den anderen zählt Paul Anka zu den letzten großen Croonern, die die Fackel der großen Swing Orchester tragen. Wenn er und Tony Bennett einst dahingeschieden sind, geht ein Stück Musikgeschichte zuende. Über das Gesamtwerk von Paul Anka haben sicher beide Ansichten ihre Berechtigung. Für „Rock Swings“ von 2005 sollten wir uns allerdings auf letztere Sichtweise verständigen können.

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CD-Tipp: Blue Tango – Symphonic Pops by Leroy Anderson

56 Minuten Musikspaß für den Lockdown

Das Kölner Rundfunkorchester unter Pinchas Steinberg hat 1989 eine musikalische Rundreise durch die größten Erfolge von Leroy Anderson (1908 – 1975) unternommen. Eine hervorragende Einspielung der Werke eines Komponisten, der sein Leben lang nur eines im Herzen trug: den Spaß an der Musik.

Immer wenn Musik von Leroy Anderson erklingt, meint man zu hören, welchen Spaß, der Amerikaner beim Komponieren gehabt haben muss und welchen Spaß die Musiker beim Spielen dieser Musik hatten. Viele dieser musikalischen Miniaturen von wenigen Minuten Länge waren Hits in ihrer Zeit. Etwa das Titelstück der CD, „Blue Tango“, Andersons erster Millionseller. Den „Typewriter“, in dem der Komponist das Orchester zum Tackern einer Schreibmaschine spielen lässt, machte der Komiker Jerry Lewis in seinem Kinohit „Der Ladenhüter“ („Who’s minding the store?“ – USA 1963) zum Welterfolg. Genießen wir diese Szene noch einmal, bevor wir fortfahren:

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Alan Parsons Project – Sound der Nerds

Corona, Kurzarbeit und Herbst: Da ist endlich mal Zeit, um in alten Platten und Erinnerungen zu stöbern. Was ich dabei finde, will ich hier teilen. #Wiedergehört. Viel Spaß beim Neu- und Wiederhören.

In den Schulen der späten 1970er Jahre versuchte jeder Junge wie John Travolta auszusehen, und jedes Mädchen himmelte Smokie oder die Bay City Rollers an. Aber niemand himmelte „Alan Parsons Project“ an. Und niemand versuchte auszusehen, wie Alan Parsons. Kein Wunder. Der öffentlichkeitsscheue Soundtüftler, der dem Project den Namen gab, trat niemals in TV-Shows wie Disco auf. Es ging im Alan Parsons Project nicht um Äußerlichkeiten.

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