Archiv für Januar 2004

Elite á la Schröder: Die Politiker

Samstag, 31. Januar 2004

Hand aufs vielzitierte klamme Herz: Sind unsere Politiker nicht allesamt Mittelmaß? Was wollen wir dagegen tun? Dem Schröder-Clementschen Elitegedanken folgend, natürlich gar nichts. Wir lassen die Politiker alle dort wo sie sind, und wo schon lange kein Pfeffer mehr wächst. Stattdessen brauchen wir neue Politiker. Strahlend, klug, weise und vor allen Dingen vorbildlich. Denn am Elitewesen soll ja das Mittelmaß genesen. Aber wer sollte diese Politiker wählen? Wir? Wir sind disqualifiziert. Schauen wir uns nur an, was wir bisher gewählt haben. Nein, dafür müsste eine Kommission gegründet werden. Das und heiraten sind immerhin die liebsten Beschäftigungen unseres Regierungschefs. Wer könnte darin Platz nehmen? Vielleicht Dieter Bohlen, der Tag für Tag im TV die Elite kürt? Dann wäre eins sicher: Das demnächst vakante Amt des Bundespräsidenten würde definitiv eine Frau übernehmen. Unser Staatsoberhaupt würde eine Brünette, nicht über Fünfundzwanzig mit ordentlich Holz vor der Hütte.

Schily lässt die Muskeln spielen

Samstag, 31. Januar 2004

Da sollen jetzt also auch bei der biederen Lufthansa bewaffnete Büttel mitfliegen. Ganz nach dem Vorbild der Amis. Außerdem soll die Luftwaffe in Zukunft entführte Flugzeuge abschießen dürfen. Nur damit wir wie die Amis sind? In des Bundesinnenministers Panikmache stecken drei Denkfehler:
1. Die größte Gefahr im deutschen Luftraum sind die altersschwachen Phantoms der Bundesluftwaffe.
2. Dummerweise achten wir das Völkerrecht und bombardieren keine Länder deren Namen wir nicht kennen, wenn unser Regierungschef mal vor einen Untersuchungsausschuss zitiert wird. Kurz: Wir geben nicht viel her als Inbegriff des Bösen.
3. In unseren Städten dürfen die Bauwerke oft nicht höher sein als irgendein Sakralmonument (Kölner Dom, Münchener Frauenkirche etc.). Das sind keine flugtauglichen Höhen. Und wer auf die Idee käme, sich mit einem Flugzeug in einen Frankfurter Wolkenkratzer zu stürzen, der würde sich wahrscheinlich schon über Hanau angewidert abwenden.

Kreativität gefragt

Donnerstag, 29. Januar 2004

Die Richtlinien für die Gesundheitsreform könnten nur funktionieren, wenn diejenigen, die sie anwenden, verantwortungsvoll damit umgehen, sagte Ministerin Ulla Schmidt gestern. Das fügt dem Anforderungsprofil niedergelassener Ärzte einen bisher ungewohnten Punkt hinzu: Kreativität! Das deutsche Rechtssystem zeichnet sich im allgemeinen dadurch aus, dass es auch die kleinsten Eventualitäten reglementiert. Jetzt soll der Arzt, oder der Berater bei der Krankenkasse selbst entscheiden, was er unter “verantwortungsvoll” versteht. (weiterlesen…)

Einmal auch Elite sein,…

Mittwoch, 28. Januar 2004

…wer wollte das nicht? Ring frei für die Hochschulen. Sie sollen in der nächsten Zeit im Wettbewerb ihre Stärken zeigen. Ist ja klar: Die Elitehochschulen sollen ja auch wirklich Elite sein. Bewerber sind so unterschiedliche Unis wie Köln – die größte deutsche Uni – und Siegen. Dort präsentiert man sich als klein aber fein, als Hochschule der kurzen Wege. Und damit die noch kürzer werden, dünnt die Uni einige Studiengänge aus, weil sie weiß: Das einzige, was dem Kanzler und seinem Statthalter in NRW in den Ohren klingt, ist Technik. Uns interessiert schließlich, wie etwas gemacht wird, nicht warum.

Schneemännchen

Montag, 26. Januar 2004

So richtig schneesicher ist die Kasseler Karlsaue nie. Trotzdem hat es am Wochenende für dieses Schneemännchen gereicht. Geschätzte Höhe: 20 cm.