Zuletzt aktualisiert am 21. April 2008 von
Bei einer Veranstaltung in Seattle ließ Microsoft-CEO Steve Ballmer die Bombe platzen: Das aktuelle Windows Vista ist nichts mehr als eine Beta-Version. Als „Work in progress“ soll Ballmer das ungebiebte Betriebssystem bezeichnet haben, berichtet The Register. Und dann zitiert das Online-Magazin die ganze „Wir haben gelernt“-Litanei. Nein, man wird XP so lange unterstützen wie die Kunden es wünschen. Dazu hat ganz sicher die Save-XP-Kampagne von InfoWorld beigetragen. Mehr als 100.000 User haben sich dort schon eingetragen. Vom Beratungsinstitut Gartner gab es zusätzlich Zunder. Die Analysten der angesehen Firma sehen Microsoft vor dem Kollaps. Im Kerngeschäft Windows schleppt der Riese den Code aus Jahrzehnten mit sich herum, bemängeln die Analysten. Hinzu kommt, dass Windows auch Prügel für die politischen Sünden der Supermacht USA bezieht. Das hat Red Hat-CEO Jim Whitehurst bei einer Tagung des Onlinemagazins InfoWorld behauptet. Angesichts der Tatsache, dass sich ausgerechnet China, Russland, Venezuela und Brasilien gegen die Standardisierung von Microsofts Ooxml-Format stark gemacht haben, dürfen wir wenigstens dies als gesicherte Tatsache betrachten.
Microsoft vor dem Kollaps? Das erscheint mir zu abwegig. Dass der Konzern in argen Schwierigkeiten steckt, beweist am eindrucksvollsten das Übernahmedebakel um den Internet-Pionier Yahoo. Steve Ballmer hat wiederholt das Gelingen der Übernahme als eine Existenzfrage für Microsoft bezeichnet. Besonders hat es Microsoft auf das Entwickler-Biotop rund um Yahoo abgesehen. Dafür ist der Konzern bereit, mehr als 40 Milliarden US-Dollar zu zahlen.
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