Die Republik Serbien erwägt eine Zusammenarbeit mit dem Linux-Anbieter Red Hat. Das berichtet der Rundfunk- und Fernsehsender B92 auf seiner Internetseite. Serbiens Wissenschaftsminister Aleksandar Popoviæ will heute ein entsprechendes Abkommen mit dem Anbieter von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) unterzeichnen. In der Stadt Vr¹ac soll ein regionales Supportzentrum eröffnet werden, das Anwendern aus 10 Ländern in der Region den Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnik auf Basis von freier Software erleichtern soll.
Kategorie: Tux Area
Linux und Open Source.
Start mit Linux
Linux für die (Vor-)Schule? Da rät der erfahrene aber kinderlose Linux-Fan fast reflexartig zum Ubuntu-Ableger Edubuntu. Da ist doch eigentlich alles drin und dran. Ich habe den Versuch gemacht, weil ein Kindergarten in meinem Umfeld die Anschaffung von Computern plant. Edubuntu-Live-CD runtergeladen und mit einer erfahrenen Erzieherin angeschaut. Ergebnis: Die Software-Auswahl umfasst zahlreiche Programme, die sich eher an Schulkinder wenden. Bruchrechnung und komplexe Knobelaufgaben dürften selbst Wunderkindern mit vier Jahren noch schwer fallen. Zweiter Kritikpunkt: Die Programme sind nur zur Hälfte in Deutsch übersetzt. Es schien uns verfehlt, Kinder mit Englisch zu konfrontieren, die nur bruchstückhaft Deutsch sprechen. Also habe ich mich daran gemacht, ein kindgerechtes Linux aus den Quellen für mein derzeitiges Linux, Fedora Core 6 (Zod) zu basteln.
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Notizen zu 2006
Ein verrücktes Jahr geht zu Ende. Ein Jahr, das die Frontverläufe in vielen Konflikten verändert hat.
Das offensichtlichste Beispiel ist die deutsche Politik. Die große Koalition könne einfach so durchregieren, hatten die Politologen orakelt. Und das stimmt, was die parlamentarische Opposition angeht. Die kleinen Drei reagieren auf alle Aktionen der großen Zwei schematisch: Die FDP fordert gebetsmühlenartig Steuersenkungen und die Abschaffung des Kündigungsschutzes. Die neue alte Linke hält mit abgedroschenen Arbeiterliedern dagegen. Besonders ärgerlich finde ich die Grünen: Da lassen ein paar deutsche Soldaten Dampf ab, posieren mit Totenschädeln und die Partei, die nach Fischers Abgang nur noch die von Ströbele ist, fordert reflexartig den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Da wird ein brutaler Diktator hingerichtet, und die Grünen reagieren angewidert, weil sie finden: „Du, die Todesstrafe ist per se Scheiße!“
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Trojaner gegen Terroristen
Die Bundesregierung will mit Trojanern auf Terroristenjagd gehen. Und dank der Initiative „Deutschland sicher im Netz“ in Zusammenarbeit mit Microsoft werden Schäubles Virenschleudern aus erster Hand erfahren, wo auf 98 Prozent der deutschen Computer die Schwachstellen sitzen. Nordrhein-Westfalens Trojaner werden im neuen Jahr schon von der Leine gelassen. Stolz erklärt NRW-Innenminister Ingo Wolf, damit befinde man sich „auf technischer Augenhöhe mit den Verfassungsfeinden“. Wer das von sich sagt, wird sich wohl auch recht bald moralisch auf gleicher Augenhöhe befinden. Wie heißt es im Amtseid unserer Schergen im Anzug? War da nicht was vom Schaden, der vom deutschen Volke abgewendet werden soll? Wer wendet denn die Innenminister vom deutschen Volk ab?
Tux lernt Kurdisch
Die Linux-Distribution Ubuntu gibt es jetzt auch auf Kurdisch. Das berichtet Linux.com unter Berufung auf die türkische Zeitung Milliyet. Die türkische Regierung reagiert verstimmt. Genau aus diesem Grund gab es bisher kein Betriebssystem in kurdischer Sprache. Gibt es einen besseren Beweis für den Nutzen von freier Software? Einen Konzern kann die Türkei unter Druck setzen, aber keine weltweite Gemeinschaft, die an kommerziellem Erfolg nicht interessiert ist. Ein kurdisches Linux war eine Frage der Zeit.