Wir müssen lernen, ohne Harald Schmidt zu leben. Was mir noch mehr weh tut als die Nachricht an sich, sind Nachrufe, wie der auf Spiegel-Online. Dort versucht Reinhard Mohr, den medial noch nicht ganz verblichenen Show-Master in den öffentlichen Dienst zurückzuloben. Wer mit der Realität schon so weit abgeschlossen hat, glaubt auch, dass Michael Schumacher bald wieder Karten auf der Kartbahn in Kerpen abreißen könnte.
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Kategorie: Ansichtssache
Die Welt aus meiner Sicht
In der City steht ein Männlein…
…aber leider nicht ganz still und stumm. Es pfeift laut und falsch „Jingle Bells“. An der Seite ein undefinierbares Huftier und in der Hand eine Sammelbüchse. In der Weihnachtszeit sitzt der Mittelschicht die Patte locker und darum konkurrieren mit dem Einzelhandel auch diverse halbseidene Zirkusunternehmen. Eines – Zirkus Zaballo, oder so ähnlich -hat sogar ein Krippenspiel aufgebaut. Mit Schafen und Ziegen anstelle von Rind und Esel. Alle Jahre wieder beobachte ich dieses Schauspiel und alle Jahre wieder frage ich mich: Wovon lebt Zirkus Zaballo, wenn in Kassel gerade kein Weihnachtsmarkt ist? Betteln die an Yom Kippur in Israel? Oder am 4th of July in Amerikanistan? Oder zu Beginn des Jahres der Heidschnucke in China?
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Warum hat uns eigentlich keiner lieb?
Das fragen sich viele Bayern nach dem etwas unterkühlten Empfang, den der CDU-Parteitag ihrem Landesvater, Edmund Stoiber, bereitet hat. Schon drohen die Christsozialen wieder mit dem Ende der Fraktionsgemeinschaft. Liebe Bayer! Fragt ihr euch das ernstlich? Wenn irgend eine Studie an Deutschlands Ehre kratzt, gibt es schon nach Tagen eine andere, die belegen soll, dass ihr allein, ohne das störende Anhängsel Deutschland, viel, viel besser dastündet. Wenn in Nordrhein-Westfalen eine Geiselbefreiung schief geht, spielt ihr das Ganze sofort bei euch nach, und da klappt dann alles wie am Schnürchen. Darum, liebe Bayern, quält uns doch nicht mit leeren Versprechungen: Kündigt die Fraktionsgemeinschaft auf, tretet aus der Bundesrepublik aus, verlasst die EU und meinetwegen auch die Nato, verweigert euch von mir aus auch der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zum siechenden Rest der Republik. Nur: Bitte, bitte, bitte, geht endlich.
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Sauerländischer Top-Terrorist im Kölner Justizgebäude
Dritter Seminartag: Gerichtsberichterstattung aus dem Kölner Amtsgericht. Sicherheitsschleusen, Metalldetektoren, schlecht gelaunte Sicherheitsbeamte. Man sollte meinen, hier ginge es nicht um Fälle von Beleidigung oder tätlichem Angriff. Nein, so denkt der Ortsunkundige, hier stehen Mohammed Atta und die 40 Räuber vor Gericht. Mein Schlüsselanhänger (ein Taschenmesser), wanderte ebenso in Sicherheitsverwahrung wie der Bohrfutterschlüssel, den eine Kollegin zufällig mit sich führte. Wenn irgend jemand ein Handtuch um den Kopf getragen hätte, wären wir in Schwierigkeiten gewesen. Ganz sicher: Die Sicherheitskräfte hätten sofort um sich geballert und all die alkoholisierten oder verkaterten Gestalten umgemäht, die aus dem fernen Köln-Kalk hierher bestellt waren, weil sie irgendjemandem im Vollrausch vor die Wohnungstür gekackt haben.
Es haben die Ehe bekannt gegeben…
… die Fachhochschule Köln und die internationale Filmschule in kÖLN: So geschehen zu Colonia Agrippina in den Iden des Dezember im Jahre des Herrn 2003. Ergebnis: Die IFS kann einen Bachelor im Drehbuchschreiben vergeben. Wozu der gut ist, weiß auch bei der IFS so richtig niemand, wo man doch zum Filmen nicht einmal den Führerschein braucht. Aber sicher ist sicher! Im Augenblick diskutiert man, ob die Studenten der IFS in Zukunft in der Mensa der FH speisen dürfen. Die Allianz-Versicherung wäre sicher erleichtert. Sie verköstigt derzeit die Filmstudenten, die aufgrund ihrer äußerlichen Erscheinung dort nicht unumstritten sind.
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