Nachdem die beste Ehefrau von allen sich nochmals beim T-Punkt in Brandenburg/Havel eingefunden hatte – ergebnislos – unternahm ich gestern nochmals eine fernmündliche Odyssee durch die Warteschleifen der Telekom. Allein gestern habe ich viermal versucht, mein Anliegen vorzutragen. Wir erinnern uns: Es geht für die Telekom um den Kraftakt, einen Telefon- und DSL-Anschluss über eine Strecke von 200 Metern Luftlinie umzumelden. Da stellt man sich gern mal taub. Zweimal kam ich durch. Beim ersten erfolgreichen Anruf versicherte mir eine überaus freundliche Mitarbeiterin, sie werde mal schauen, wie es mit meinem Auftrag stehe. Ich solle nur einen Moment in der Leitung bleiben. nach 17 Minuten konnte ich die Warteschleifenmusik nicht mehr hören und beendete das Gespräch. Beim zweiten erfolgreichen Anruf flötete mir ein anderes Wesen ins Ohr, es sei alles in bester Ordnung. Am Samstag zwischen 8 und 10 werde der Techniker kommen. Ich bat um schriftliche Bestätigung. Solange ich die nicht habe, glaube ich, dass der Techniker bei uns am Samstagmorgen zwischen 8 und 10 mit der gleichen Wahrscheinlichkeit erscheinen wird wie der Messias. Aber wie heißt es doch? Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Kategorie: Ansichtssache
Die Welt aus meiner Sicht
Telekom-Tagebuch 1: 23.Oktober 2007
Dieses Tagebuch soll mir als Frustventil, anderen zur Warnung vor der Deutschen Telekom. Wir sind innerhalb Brandenburgs umgezogen. Um auch in den neuen vier Wenden Telefon, Internet und Fernsehen (IPTV) zu haben, stellten wir Anfang vergangener Woche einen Antrag, unseren Anschluss umzuziehen. Zusicherung durch den T-Punkt in Brandenburg (Steinstraße): Am Dienstag (Heute) sollte ein Mitarbeiter in die neuen Behausung kommen, um die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. heute erfuhren wir, es habe einen Computerabsturz gegeben, der sämtliche Aufträge vernichtet habe. Morgen wollen wir versuchen, einen neuen Termin zu bekommen.
Die kleinen schmutzigen Hinterlassenschaften
Nachdem ihr Konvoi auf einen Sprengsatz gefahren war, erschossen die US-Marineinfanteristen fünf Menschen. Damit nicht genug, gingen sie danach von Haus zu Haus und töteten 19 Bewohner, darunter Frauen und Kinder. Passiert ist das Ganze in Haditha, nordwestlich von Bagdad, im Irak. Der Name der Stadt wurde Synonym für das schlimmste Massaker, das US-Truppen im Irak angerichtet haben.
Nun sollen sich ein Oberstleutnant und ein Gefreiter dafür vor einem Militärgericht verantworten. Wie die Tagesschau berichtet, ließ das Gericht dabei gleich die Mordanklage fallen und will nur wegen fahrlässiger Tötung ermitteln. Es ist ja auch wirklich fahrlässig, einfach so in Häuser hineinzuschießen. Und eine Tötungsabsicht? Nein! Nie im Leben. Das sind schließlich die Marines, die kommen gleich hinter den Johannitern.
Viel schlimmer ist, dass die eigentlichen Verantwortlichen auf der Anklagebank fehlen werden. Diejenigen, die die jungen Soldaten in einen frustrierenden Krieg gehetzt haben, in einen Krieg, in dem man Freund und Feind nicht unterscheiden kann, in einen Krieg den die Soldaten nicht gewinnen können.
Und das wissen sie, die Soldaten, aber ihr Oberbefehlshaber will es nicht zugeben. Der zieht lieber, wie er sagt, in den „Dritten Weltkrieg“. Der möchte mit wagnerianischer Geste abtreten. Als Diener des Schicksals, der sich für seine kleinen schmutzigens Hinterlassenschaften asu der Verantwortung stiehlt.
Noch ein Klimainstitut
Die Bundesregierung will ein neues Klimainstitut gründen. Das berichtet die Netzzeitung. Die bestehenden Klimainstitute führen zu oft das böse Wort von der Selbstbeschränkung im Munde und sind der Ansicht, dass sich der VW Touareg nicht mit dem Klimaschutz vereinbaren lässt. Auch will die große Koalition Fachkräfte aus dem Ausland anwerben. Nun, das überrascht nicht. Da die Zahl der Deutschen, die besser lesen und schreiben als „Ausländer raus“ brüllen können beständig abnimmt. Was die Klimaforscher nach Deutschland ziehen sollte, sagt die Bundesregierung nicht. Aber was sollte sie dort halten, wo sie sind? Schließlich hat jedes Land seinen Touareg, auf den es nicht versichten kann. Auf jeden Fall wollen wir wieder Spitze werden. Bei Umweltschutztechnologie. Ist doch toll, wenn ausgerechnet wir der Welt beibringen in Tüten zu pupsen, damit sich diejenigen, die es sich leisten können, weiterhin ihren Touareg fahren können, und die Klimabilanz trotzdem gut aussieht.
Hauptstadtbilder

Der Alexanderplatz im Zwielicht des Morgens. Gestern habe ich meine Fotogalerie mit Bildern aus Berlin begonnen: Hauptstadtbilder