Dieses Tagebuch soll mir als Frustventil, anderen zur Warnung vor der Deutschen Telekom. Wir sind innerhalb Brandenburgs umgezogen. Um auch in den neuen vier Wenden Telefon, Internet und Fernsehen (IPTV) zu haben, stellten wir Anfang vergangener Woche einen Antrag, unseren Anschluss umzuziehen. Zusicherung durch den T-Punkt in Brandenburg (Steinstraße): Am Dienstag (Heute) sollte ein Mitarbeiter in die neuen Behausung kommen, um die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. heute erfuhren wir, es habe einen Computerabsturz gegeben, der sämtliche Aufträge vernichtet habe. Morgen wollen wir versuchen, einen neuen Termin zu bekommen.
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Nobelpreisträger
Bildung ist keine menschliche Stärke, das leuchtet ein. Schließlich hat auch US-Präsident George W. Bush einen Hochschulabschluss. Doch, wie wenig ein Nobelpreis über die Intelligenz eines Menschen aussagt, das lernte eine erstaunte Weltöffentlichkeit in den vergangenen Tagen. 1962 hatte James Watson (79) den Nobelpreis für Medizin erhalten, weil er die DNA entdeckt hatte. Jetzt verlor er seinen Job beim renommierten Cold Spring Harbor Laboratoriums in New York. Grund: Watson hatte die Ansicht geäußert, das Schwarze grundsätzlich dümmer seien als Weiße, das sähe er schon, wenn er sich seine Mitarbeiter ansähe. Die Eva Hermans sind überall, auch in Forschungslaboratorien.
Quelle: target=“_blank“>Handelsblatt
Die kleinen schmutzigen Hinterlassenschaften
Nachdem ihr Konvoi auf einen Sprengsatz gefahren war, erschossen die US-Marineinfanteristen fünf Menschen. Damit nicht genug, gingen sie danach von Haus zu Haus und töteten 19 Bewohner, darunter Frauen und Kinder. Passiert ist das Ganze in Haditha, nordwestlich von Bagdad, im Irak. Der Name der Stadt wurde Synonym für das schlimmste Massaker, das US-Truppen im Irak angerichtet haben.
Nun sollen sich ein Oberstleutnant und ein Gefreiter dafür vor einem Militärgericht verantworten. Wie die Tagesschau berichtet, ließ das Gericht dabei gleich die Mordanklage fallen und will nur wegen fahrlässiger Tötung ermitteln. Es ist ja auch wirklich fahrlässig, einfach so in Häuser hineinzuschießen. Und eine Tötungsabsicht? Nein! Nie im Leben. Das sind schließlich die Marines, die kommen gleich hinter den Johannitern.
Viel schlimmer ist, dass die eigentlichen Verantwortlichen auf der Anklagebank fehlen werden. Diejenigen, die die jungen Soldaten in einen frustrierenden Krieg gehetzt haben, in einen Krieg, in dem man Freund und Feind nicht unterscheiden kann, in einen Krieg den die Soldaten nicht gewinnen können.
Und das wissen sie, die Soldaten, aber ihr Oberbefehlshaber will es nicht zugeben. Der zieht lieber, wie er sagt, in den „Dritten Weltkrieg“. Der möchte mit wagnerianischer Geste abtreten. Als Diener des Schicksals, der sich für seine kleinen schmutzigens Hinterlassenschaften asu der Verantwortung stiehlt.
Analog Basics: Kein S im Arm
Die Entwicklung des Tonarms lässt sich auf zwei Namen reduzieren: Alastair Robertson-Aikman und Roy Gandy. Robertson-Aikman gründete 1946 das Traditionsunternehmen SME. 1959 entwickelte er den ersten SME-Tonarm. Als SME 3009 wurde er bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts nur wenig verändert gebaut. Die geschwungene S-Form wurde stilprägend. Bis in die 70er Jahre hinein sah ein Tonarm genau so aus. In den 70ern kam eine 12 Zoll lange Version, der 3012, hinzu. Der Gedanke: Ein 12-Zoll-Arm verändert den Winkel des Tonabnehmers zur Rille so günstig, dass dieser fast gerade in der Rille steht. Dadurch wollte man den gefürchteten Spurfehlwinkel vermeiden, der am Anfang und am Ende der Platte lauerte. Das sind die Stellen, an denen die Nadel schräg in der Rille steht. Als das Ideal betrachtete man den Tangentialtonarm, der von außen quer über die Platte gelegt wurde und stets senkrecht zur Rille stand. Der Tangentialtonarm führte im audiophilen Lager nie mehr als eine Nischenexistenz. Zu aufwändig zu produzieren. Außerdem folgt er nicht so leicht den Bewegungen des Tonabnehmers in der Rille, und er besitzt zuviele bewegliche Teile. Gerade mit diesem letzteren Makel hatte man nicht gerechnet. Doch um die Mitte der 70er Jahre tauchte der andere Protagonist auf: Roy Gandy. Gandy gründete mit einem Partner die Firma Rega. Rega produzierte einen genialen, simplen Plattenspieler. Der erste Tonarm von Rega besaß zwar noch die S-Form, aber sein Tonarmrohr war samt der Headshell, in die der Tonabnehmer montiert wird, aus einem Stück einer Titan-Aluminium-Legierung gezogen, denn wo es keine Nähte und Übergänge gibt, da staut sich keine mechanische Energie. Doch die Entwicklung war damit nicht abgeschlossen. In der nächsten Stufe dachten Gandy und sein Team darüber nach, wie der Tonarm den Abtaster noch besser führen könnte. Die Lösung: Die Masse muss geringer werden. Ergo wurde das Tonarm gerade. Außerdem veränderte sich in einem Tonarm das Resonanzverhalten: Ein kegelförmiges Tonarmrohr erwies sich als das günstigste. Der Rega-Tonarm war fertig.

Foto: Rega
Die Rega-Tonarme klangen so sauber, so ausgewogen und waren dabei doch so billig. Kein Wunder, dass noch im selben Jahrzehnt, den 80er Jahren, SME das neue Top-Modell, den SME V, weitgehend an die Form des Rega-Tonarms anpasste. Dennoch behielt er eine gewisse Erdenschwere, die allerdings von vielen Fans geschätzt wird. Es blieb Franz Kuzma überlassen, das Konzept von Roy Gandy zuende zu denken. Der Kuzma Stogi Reference werwirklichte in seiner extremen Kegelform das rechnerisch günstigste Verhältnis zwischen Durchmesser und Länge. Und Kuzma wählte die Neun-Zoll-Länge, die sich messtechnisch als bester Kompromiss zwischen Spurfehlwinkel und Resonanzverhalten erwiesen hat.
Nicht erörtern will ich an dieser Stelle die Einpunktgelagerten Tonarme Naim Aro oder Hadcock, mit denen mir die Erfahrung fehlt. Wer die mechanische Instabilität dieser Konstruktionen nicht scheut, der sollte sich den hervorragenden und preislich interessanten Kuzma Stogi S anhören.
Noch ein Klimainstitut
Die Bundesregierung will ein neues Klimainstitut gründen. Das berichtet die Netzzeitung. Die bestehenden Klimainstitute führen zu oft das böse Wort von der Selbstbeschränkung im Munde und sind der Ansicht, dass sich der VW Touareg nicht mit dem Klimaschutz vereinbaren lässt. Auch will die große Koalition Fachkräfte aus dem Ausland anwerben. Nun, das überrascht nicht. Da die Zahl der Deutschen, die besser lesen und schreiben als „Ausländer raus“ brüllen können beständig abnimmt. Was die Klimaforscher nach Deutschland ziehen sollte, sagt die Bundesregierung nicht. Aber was sollte sie dort halten, wo sie sind? Schließlich hat jedes Land seinen Touareg, auf den es nicht versichten kann. Auf jeden Fall wollen wir wieder Spitze werden. Bei Umweltschutztechnologie. Ist doch toll, wenn ausgerechnet wir der Welt beibringen in Tüten zu pupsen, damit sich diejenigen, die es sich leisten können, weiterhin ihren Touareg fahren können, und die Klimabilanz trotzdem gut aussieht.