
Was haben die Taliban mit dem schwarzen Block gemeinsam? Beide sind von Tornados der Bundesluftwaffe fotografiert worden. Wie der Hessische Rundfunk heute berichtete, haben die Aufklärungsflugzeuge Campingplätze der G8- Demonstranten überflogen. In Heiligendamm wie am Hindukusch macht die Bundeswehr dabei nicht viel Unterschiede: Aufs Bild kommt, wer gerade da ist. Ob Taliban oder Paschtune, Autonomer oder Müslifreak. Bisher beschränken sich die politischen Proteste auf datenschutzrechltliche Belange. Indes wiegt die Symbolik dieses Aktes viel schwerer.
Die Bundeswehr ist damit im Inneren eingesetzt worden. Eine Linie, die nicht zu überschreiten, Politiker aller Parteien eigentlich erst kürzlich geschworen haben. Beklemmungen verursachen die Parallelen zwischen Afghanistan und Heiligendamm. Unterschied: Die Afghanen wurden über den Tornado-Einsatz vorher informiert. Ein solcher Einsatz macht erschreckend klar, dass die unionsgeführte Bundesregierung eine Grenze zieht zwischen sich und denen, die man nur für Rabauken und Störenfriede hält. Aber auch wer nicht mit Schäuble, Steinmeier und Merkel einer Meinung ist, wer für Gerechtigkeit und für Menschenrechte eintritt, ist ein Deutscher. Selbst die Steinewerfer sind Deutsche. Ein Staat, der sich auf der rechten Gesichtshälfte so taub und blind stellt wied er unserige, sollte das nie vergessen. (Foto: Flickr)
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Neue Fotogalerie: Potsdam im Juni
Die Ausbeute eines Tagesausflugs nach Potsdam ist Online: Walking in Potsdam!
China-Sharan

Was wir schon immer wissen wollten: In China heißt Volkswagen „Ludachris“ und Sharan … naja, was immer diese Zeichen bedeuten. Entweder haben wir hier den Fall von besonders guter Anpassung der Wolfsburger an lokale Märkte oder ein besonders freches Stück Produktpiraterie. Auf jeden Fall beweist das Foto einen besonders schweren Hochverrat am deutschen Arbeitsplatz. Gesehen in Potsdam am 9. Juni 2007.
G(uantánamo)8
Käfig- und Bodenhaltung der inhaftierten G8-Kritiker wirft der Republikanische Anwälteverein (RAV) der Rostocker Justiz vor. Die verhafteten Demonstranten sind in rundum einsehbaren Käfigen eingesperrt worden, in denen es nicht das kleinste bisschen Privatsphäre gibt. Das Licht wurde nicht ausgeschaltet, weil die Inhaftierten – auch die Frauen – ja rund um die Uhr gefilmt worden sind. Betten gab es nicht, dafür Isomatten, aber keine Decken. Der Rostocker Polizeiführer Knut Abramowski findet die Unterbringung im norddeutschen Guantánamo ganz heimelich und die Isomatten unheimlich großzügig. Und solchen Leuten sollen wir die Herrschaft über unsere privatesten Daten anvertrauen?
CSI Zürich
CSI Zürich hat Ötzis Tod geklärt. Züricher Wissenschaftler haben bei einer Computertomographie herausgefunden, dass Ötzi durch innere Blutungen ums Leben gekommen ist. Ausgelöst durch eine Pfeilspitze, die man im Brustraum des Eiszeit-Promi gefunden hat. Das berichtet die Netzzeitung.