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Komponistin mit Teamgeist

Maja ChristinaZu den sanften Besenstrichen des Schlagzeugs pumpt ein Kontrabass, elegische Pianoakkorde, eine samtweiche Frauenstimme intoniert „Quiet A Night“. Die Stimme gehört Maja Christina, und „Quiet A Night“ ist der Titelsong ihrer neuen CD, der zweiten, mit der die Schweizer Sängerin um die Gunst des Jazzpublikums in aller Welt wirbt. Das tut sie mit einem Mix aus Blues (A Bitter Night), aus Soul (Darling I Thank You) und aus Funk (Right To Be In Love). Dabei startet Maja Christina zum Rendevouz zwischen Jazz und Pop eher vom Jazzufer. Ihren Musikern lässt sie viel Raum für Soli. Die danken es mit überaus einfühlsamen Improvisationen und einer rhythmisch packenden Begleitung. Kontrabassist Emanuel Schnyder darf sich gar als heimlicher zweiter Star der Platte fühlen. Auch in den Melodien verlässt Maja Christina gern die Pfade dessen, was jeder Hörer gleich mitsingen kann. Bringen wir es auf den Punkt: Maja Christina hat Teamgeist und sie wendet sich an den Musikfreund, der die Erfahrung bereits gemacht hat, dass sich Jazz nicht immer wie bei Norah Jones anhören muss. Für viele Popfans bleibt Maja Christina zu sperrig. Aber schließlich hat sie alle Songs selbst geschrieben und sich damit auch für diesen Weg entschieden. Dafür hat sie eine Sammlung gefälliger, lebendiger Jazzsongs vorgelegt. Allerdings zeigt die Platte auch eine Sängerin, die noch auf der Suche nach einem eigenen Stil ist. Nach etwas, das sie ausmacht, das sie von allen anderen Mitbewerberinnen unterscheidet.

Fedora 7 ist da

Fedora 7 Fedora 7 ist steht seit heute zum Download bereit. Wer die 2,8 GB umfassende DVD-Edition herunterladen möchte, sollte indes noch etwas Geduld bewahren: Die Server laufen im Augenblick heiß! Mit Version 7 hat sich der Mutterkonzern Red Hat zwar nicht grundsätzlich aus dem freien Linux-Projekt zurückgezogen, überlässt aber die Regie der Entwicklergemeinschaft. Red Hat möchte so Fedora in der Linux-Community noch interessanter machen, freien Entwicklern noch mehr Anreiz bieten, sich an Fedora zu beteiligen. Ohne Angst, nur von Red Hat gemolken zu werden. Deshalb hob Red Hat die Grenze zwischen den von angestellten Entwicklern verwalteten Core-Paketquellen und den von der Linux-Gemeinde verwalteten Extras-Quellen auf. Das könnte sogar der Qualität der Distribution nützen. Wie Max Spevack, der von Red Hat bestellte Fedora-Projektleiter dem IT-Nachrichtendienst Golem sagte, sei die Qualität der Pakete in den Extra-Repositories teilweise besser als die der Core-Pakete.

Gesalzene Preise für die Streisand

Barbra StreisandBarbra Streisand (65) zieht den Zorn der Eidgenossen auf sich. So steht es im Musikportal Laut.de. 2250 Franken (1360) Euro kostet ein Ticket für das Konzert der US-Sängerin in Zürich. Das ist die Streisand wert, sagt das Management, schließlich kommt sie sehr selten nach Europa. Zuviel für eine Sängerin, die ihre besten Zeiten hinter sich hat, sagen die Schweizer. Auch Italiener und Franzosen protestieren gegen die gesalzenen Ticketpreise. In Deutschland kommt man da um einiges billiger weg. Laut dem Online-Ticketshop getgo.de müssen Interessenten für die billigsten Tickets 114,50 Euro hinblättern. Die teuerste Eintrittskarte ist für 557 Euro zu haben. Man merkt schon: Deutschland hat noch keinen Mindestlohn. Außerdem findet das Streisand-Konzert hierzulande auf der Waldbühne in Berlin statt, wo man bekanntlich sexy aber arm ist.

Foto: Barbra Streisand live. Scott Fisher/Flickr

Antisemitismus in Israel

Der Antisemitismus wächst – selbst in Israel. Das berichtet Nachrichten.ch. Demzufolge haben vor allem jüdischstämmige russische Einwanderer judenfeindliche Ressentiments ausgerechnet in den Judenstaat mitgebracht. Der Staat kann darauf nicht einmal reagieren, weil seine Väter es seinerzeit nicht für nötig gehalten haben, Antisemitismus unter Strafe zu stellen. So wurde ein junger Soldat, der eine Synagoge in einem Vorort von Tel Aviv verwüstet hatte, zu 200 Stunden Sozialdienst verurteilt.

Gefunden bei: Links im Süden

Obama will Gesundheitssystem einführen

Barack Obama Foto: Grizzly Lightning/Flickr

Sollte Senator Barack Obama aus Illinois tatsächlich nächster US-Präsident werden, dann steht den Amerikanern Historisches ins Haus. Obama plant ein allgemeines Gesundheitssystem, in dem jeder Amerikaner in den Genuss einer Krankenversicherung kommt. Das berichtet CNN. Geschätzte 50 bis 65 Milliarden Dollar wird der Spaß kosten. Das Geld will der Bewerber um die demokratische Präsidentschaftskandidatur einnehmen, indem er Steuererleichterungen der Bush-Regierung für die reichen Amerikaner wieder zurücknimmt. Schon einmal – Anfang der 90er Jahre – hatte ein demokratischer Präsident einen solchen großen Wurf geplant und war damit am Kongress gescheitert: Bill Clinton.

Nach Angaben von CNN sind derzeit 47 Millionen US-Bürger ohne Krankenversicherung.

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