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Schöne neue Musikwelt

Die Arctic Monkeys haben eine neue CD veröffentlicht – ohne Plattenfirma. Heise hat diese Nachricht in den letzten Tagen verbreitet und angeschnitten, was auf der Hand liegt: Musik verbreitet sich über Podcasts und die Bands setzen durch CD-Verkauf zu anständigen Preisen auf ihren Internetseiten und während ihrer Konzerte diese Bekanntheit in klingende Münze um. Das ist nicht der Weg, auf dem Musikmillionäre entstehen. Aber auf diesem Weg kann endlich wieder ein interessanter, innovativer Musikmarkt entstehen, auf dem nicht mehr das Werbebudget zählt, sondern die Qualität; ein Musikmarkt, auf dem das Stöbern wieder Spaß macht.

Sozialismus im globalen Stil

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Wer CDs kauft, hat kein Recht zu wissen, was die darauf enthaltenen Daten mit seinem Computer anstellen. Das meinen die Musikkonzerne, und das erfährt der arglose Leser heute beim Nachrichtendienst Heise. Da fragt eine Organisation ganz vorsichtig beim Musikgiganten EMI nach, ob sie deren neuen Kopierschutz auf seine Sicherheit hin überprüfen darf. Man kann zwar noch Wochen vor einem sportlichen Großereignis unangemeldet Stadien auf ihre Sicherheit hin überprüfen. Aber CDs? Wo kommen wir denn da hin? Die Musikkonzerne haben das vorsorglich verboten. Jetzt könnte man mit dem Recht des Verbrauchers an seinem Privateigentum argumentieren. Allein der Erfolg ist fraglich, denn in der Musikindustrie lebt der real existierende Sozialismus fort.

Einmal Terroranschlag, aber bitte mit Toten

Kaum gewinnt man den Eindruck, dass die Amis allmählich aus dem Blutrausch erwachen und ihren durchgeknallten Präsidenten zügeln, da schmeißt Europa die Terrorpropaganda an: Heute hat Jacques Chirac einen Terroranschlag bestellt. Woraufhin er natürlich mit der geballten Atommacht von Frankreichs Force de frappe zurück schlagen werde, sagt er. Gegen wen? Ach so, gegen einen Staat. Wo liegt das genau, Monsieur Chirac, dieses Terroristan oder wie dieser Staat heißen soll?
Und bitte nehmen Sie endlich zur Kenntnis, lieber Irakkriegsverweigerer: Niemand im Nahen Osten hasst Sie genug, um bei Ihnen in Paris Hochhäuser einzuschmeißen. Gibt ja auch keine. Schon unser letzter Innenminister hat mit dem heroischen Mut der Verzweiflung versucht, einen Terroranschlag aufs Frankfurter Bankenviertel herbeizureden. Immer wieder hat er den Terroristen neue Ideen geliefert, Bio- Chemie-, Atom-, und sonstwas-Waffen.
Aber Sie, Monsieur le President und Otto Schily, Sie haben schon Recht: Wenn in Mitteleuropa nicht bald was passiert, dann fangen die Amerikaner an, Osama bin Laden bei uns zu suchen, und dann geht’s uns wie den Pakistanis: Unsere eigenen Geheimdienste werden den amerikanischen Bombern noch die Ziele markieren.

Surfen wie der Terrorist

ACHTUNG! WIR SEHEN, WAS SIE TREIBEN!
Keine Panik … oder doch … Die EU speichert nämlich alle Telekommunikationsdaten ihrer Bürger zwei Jahre lang. Zwei Jahre lang kann man nachverfolgen, welche Seiten Sie besucht haben.

GEBIETEN SIE DEM EINHALT! Überwachung des Internetverkehrs? Das ist nur was für brave und bequeme EU-Normalos, die sich wie die Lämmer zur Schlachtbank der Bürgerrechte führen lassen. Terroristen fängt man so nicht. Dass die Brüder Handtücher um ihre Köpfe wickeln, heißt nicht, dass sie in der Birne weich wären. Man kann doch anonym surfen – wenn man weiß, wie’s geht. Ganz einfach macht das ANONYM.OS. Das ist eine Live-CD mit dem Betriebssystem BSD, die auf jedem Computer läuft, wie Ihre Knoppix-CD aus der PC-Welt. Näheres erfahren Sie bei Pro-Linux.
Machen Sie’s wie der Terrorist: Downloaden, auf eine CD brennen, PC starten und unerkannt surfen.

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