Monat: Januar 2004

Bibelzug leidgeprüft

Zuletzt aktualisiert am 30. Juli 2010 von Wolff von Rechenberg

Damit hatten die Veranstalter des Bibelzugs vom Sauerland ins holländische Nimwegen nicht gerechnet: Bei der Bahn gibt es einfach für jeden Vorgang eine eigene Firma. Alle zusammen sorgten dafür, dass ein Zug voll frommer Menschen im Sommer 2003 mit Lokschaden auf dem Bahnhof in Marsberg strandete. In diesem Jahr will die Bahn als kleines Dankeschön die Christen kostenlos nach Nimwegen chauffieren. Böse Zungen verbreiten Gerüchte, dass die Schützenhallen längs der Strecke schon jetzt als Notquartiere reserviert werden.

Bibelzug, zweiter Versuch

Zuletzt aktualisiert am 30. Juli 2010 von Wolff von Rechenberg

Lokschaden, Verspätung, Bahn-Starrsinn und außerdem hatten 100 Fahrgäste keinen Sitzplatz. Ein Ausschnitt aus dem Gruselkabinett der Deutschen Bahn. Ereilt hat es im vergangenen Jahr die frommen Menschen, die mit dem Evangelischen Kirchenkreis Arnsberg und der katholischen Seelsorgeregion Hochsauerland-Waldeck ins Bibelmuseum nach Nimwegen fahren wollten. Die Einzelheiten sind HIER nachzulesen. Der Bibelzug endete in Marsberg. Im Sommer 2004 wollen die Kirchenleute den zweiten Anlauf unternehmen. In der Hoffnung, dass sich der liebe Gott diesmal nicht die Zähne an der Bahn ausbeißt.

Elite á la Schröder: Die Bundeswehr

Zuletzt aktualisiert am 30. Juli 2010 von Wolff von Rechenberg

Keine Fiktion, sondern Fakt: Während in den Kasernen der Putz von den Wänden fällt und die Soldaten den 2er-Führerschein im Auto-Scooter auf der Kirmes machen müssen, weil Strucki das Geld für den Sprit fehlt, haben die KSK-Soldaten Hochkonjunktur: Im vergangenen Jahr lief sie auf allen Kanälen, die vermummte Bundeswehr-Elite. Es gab mehr PR-Rummel um des Kanzlers neue Truppe als über die guten alten Bürger in Uniform während all der fünfzig Jahre ihres Bestehens. Da war sogar von heimlichen Einsätzen im Kosovo oder in Afghanistan die Rede. Was sie dort gemacht habe, unsere maskierten Recken? Pssst! Streng geheim! Wahrscheinlich für die Amis Bier geholt. Für solche Bilderbuchsoldaten ist das Geld allemal da.

Elite á la Schröder: Die Arbeitslosen

Zuletzt aktualisiert am 30. Juli 2010 von Wolff von Rechenberg

Arbeitslos – schweres Los. Wir wissen Bescheid: Die sind alle selbst schuld, sollen doch alle Minijobs annehmen. 400 Euro reichen doch im Sudan auch für eine 10-köpfige Familie. Alles Faulheit und deshalb braucht die SPD neue Arbeitslose. Schöne, strahlende Menschen, hochqualifiziert, motiviert und immer gern bereit, zwischen zwei befristeten Management-Positionen auch mal die Ärmel aufzukrempeln und den Müllwagen zu chauffieren. Die brauchen wir! Und sei es für die Minijobs. Nur, wer braucht so viele Putzhilfen? Ich sehe schon drei Leute vorsichtig das HiFi-Rack anheben, damit der vierte darunter saugen kann, während mir ein fünfter Minijobber devot die Schlappen reicht.

Elite á la Schröder: Die Kommunen!

Zuletzt aktualisiert am 30. Juli 2010 von Wolff von Rechenberg

Früher das Rückgrat des Föderalismus, jetzt nur noch unerwünschter Kostgänger, mit dem man die Steuerbeute teilen muss. Aber Gemeinden brauchen wir. Vorschlag: Wir wählen ein paar Gemeinden aus und die machen wir richtig fit. Da pflastern wir die Straßen mit Euros. Sie werden Leuchttürme im Clementschen Sinn sein. Und irgendwann werden dann auch die Gemeinden was davon haben, die zugunsten der Elite-Kommunen auf die Ausbesserung der Straßen verzichten müssen.

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