Die Beachtung, die Anna Nicole Smith als Schauspielerin im Leben verwehrt blieb, erhält das ehemalige Playboy-Model nun im Tod. Als die Nachricht von ihrem Tod in einem Hotel in Hollywood durch die Welt ging, drohte das Online-Lexikon Wikipedia zusammenzubrechen. Wie ITWire berichtet, wurde der Eintrag des Starlets innerhalb von zwei Stunden mehr als 300 mal abgeändert. Die Administratoren hätten alle Hände voll zu tun gehabt, die schlimmsten Erüsse wieder zu entfernen. Wie ITWire weiter berichtet, gibt es einen regelrechten Wettlauf zwischen Internetnutzern, in dem es darum geht, der erste zu sein, der den Tod eines Prominenten in der Wikipedia einträgt.
Autor: Wolff von Rechenberg
Unglaublich: Demokratische Wahl bei CSU!
Kampfabstimmung um CSU-Vorsitz im September, das lesen wir heute beim Bayerischen Rundfunk. Kaum zu glauben! Es wird zwei Kandidaten für den Parteivorsitz geben! Die Parteitagsdelegierten dürfen im September zwischen Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber und dem Bundesagrarminister Horst Seehofer wählen! Werden die Delegierten – sonst eher an das Prozedere von DDR-Staatsratswahlen gewöhnt – dieser Herausforderung gewachsen sind, müssen sie noch beweisen. Zuletzt war es in der CSU 1955 zu so viel gelebter Demokratie gekommen. Dass es eine Schlagzeile wert ist, wenn deutsche Parteitagsdelegierte tatsächlich einmal eine Wahl haben, sollte uns beunruhigen.
Europa belohnt undemokratisches Verhalten
Jetzt ist die Welt froh! Die Palästinenser haben sich breitschlagen lassen, eine „Regierung der nationalen Einheit“ zu bilden. Hört sich ja auch gut an: Nationale Einheit. Aber, was ist nationale Einheit? Alle Parteien haben sich geeinigt, liegen einander in den Armen und herzen und küssen einander. Kurz gesagt: Die nationale Einheit ist die Abwesenheit von demokratischer Opposition. Erinnern wir uns: Hamas ist von den Palästinensern gewählt worden. Nicht zuletzt, weil die Fatah-Organisation des verstorbenen Jassir Arafat in den Jahren zuvor eifrig versucht hat, möglichst viel von den europäischen Entwicklungshilfegeldern in die eigenen Taschen zu schaufeln. Die ersten, die das demokratische Votum des palästinensischen Volkes nicht akzeptiert haben, waren Amerikaner und Europäer. Sie stellten ihr Hilfe weitgehend ein. Fatah weigerte sich darüber hinaus, die Hamas-Regierung zu akzeptieren. Jetzt belohnt der Westen die Fatah für ein völlig undemokratisches Verhalten. Hintergrund ist die große Schwäche der Europäer: Wir trauen unseren eigenen Werten nicht. Demokratie, so denken wir, ist etwas für uns, die Palästinenser sind dafür noch nicht weit genug. Nur durch das einseitige Fetshalten an Jassir Arafat – nicht an den Werten der Demokratie – hat die korrupte Fatah-Regierung so lange an der Macht gehalten. Mit dem Durchboxen einer „Regierung der nationalen Einheit“ belohnt der Westen undemokratisches Verhalten.
Mit dem Tornado gegen Selbstmordattentäter
Nochmal schnell zum Friseur, liebe Taliban, denn schon bald schießen deutsche Tornados schöne Bilder von euch. Wie man auf Luftbildern einen Taliban von einem Paschtunen unterscheidet, das verschweigt uns die Bundesregierung. Biometrische Daten? Wohl kaum. Aber irgendwie muss das wohl gehen. Immerhin erzählte Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung heute in der Tagesschau, dass die Taliban für dasFrühjahr eine Offensive mit 2000 Selbstmordattentätern angekündigt haben. Selbstmordattentäter mit Tornados zu jagen, ist bisher nicht einmal den Israelis eingefallen. Wohlgemerkt: Ich zitiere hier nicht aus dem Borowitzreport. Auf viel drängendere Fragen gibt Jung keine Antwort. Zum Beispiel die: Wie will die EU mit 30.000 verwöhnten Wohlstandssoldaten schaffen, woran die mächtige Sowjetarmee gescheitert ist.
iShit
„Hello, I’m a Mac.“ „And I’m a PC.“ So stehen sie vor uns, cool der eine, ein kleiner Trottel in schlecht sitzender Kleidung der andere. Ganz nebenbei erfahren wir, dass man beim Mac nicht übers Kabel stolpert, weil es nur magnetisch fixiert ist. Dann lernen wir, dass es für Mac auch keine Spyware gibt und keine Viren. Außerdem kann Mac „out of the box“ alles und PC nichts. Ob das im Einzelnen nun stimmt, sei einmal dahingestellt. Das Ziel ist ebenso klar, wie verfehlt: Windows-/PC-User sollen auf die schicken Macs umsteigen. Thom Holwerda stellt auf OSNews sogar dieses Ziel in Frage. Das Apple-Management könne doch gar nicht so schlecht sein, dass es die PC-User, die man gewinnen will, derart lächerlich macht. Vorsicht! Beim Weltall und der menschlichen Dummheit sollte man das Adjektiv „unendlich“ immer parat halten. Ich finde die Spots lustig bis anrührend. Gern sehe ich dem lustigen PC-Kauz zu, wie er sich Stück für Stück in seiner Welt vortastet. MacCool hat überhaupt keinen Dunst von dem, was in ihm vorgeht. Die eigene Existenz erschließt er sich über das Nachplappern von Apple-Slogans. Mit der „Get a Mac“ begeht Apple einen viel schwereren Marketingfehler als potenzielle Kunden zu vergraulen. Die Spots stellen den Mac-User als unkritischen Kommerzidioten dar, arrogant, besserwisserisch und nicht für drei Cent am geistigen Wachstum interessiert.
