Mein Blog sollte eigentlich der einzige ohne Meldung über das iPhone sein. Dann kam die Süddeutsche Zeitung. Die zitiert heute nämlich eine Studie aus den USA, in der Marktforscher das neue Kulthandy von Apple aufgeschraubt haben. Ergebnis: Die in den USA 600 Dollar teure Bimmelbüchse kostet in der Herstellung nur 265 Dollar. Nach Bekanntwerden der Studie legte der Aktienkurs von Apple gleich noch ein bisschen zu. Jetzt ist mir klar, warum sich in Deutschland die Telekom so sehr um die Marktrechte fürs iPhone prügelt.
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documenta 12 – Inigo Manglano-Ovalle: The Radio
Das Tageslicht fällt durch eine große, rot getönte Fensterscheiben in den Raum. Darin steht nur die Attrappe eines Kofferradios. Im Hintergrund Rauschen wie es zwischen den Stationen auf der Sendeskala herrscht. Wer den Raum betritt, den Inigo Manglano-Ovalle für sein Werk „The Radio“ verwendet hat, kämpft mit der Übelkeit. So sehr widerspricht der rote Raum den gewohnten Wahrnehmungsgewohnheiten.
McDonalds packt Frittenöl in den Tank
Und wenn die Fritten fertig sind, kommt das Öl in den Tank: McDonalds, die größte Imbissbude der Welt, will den Fuhrpark auf Biodiesel umstellen. Das berichtet BBC. Die Brummies mit Amerikas gelben Hügeln sollen mit einem Gemisch aus Rapsöl und dem hauseigenen Bratfett fahren.
documenta 12: Abdoulayé Konaté
Moderne Kunst versteckt sich heute gern in Rätseln. Die documenta 12 zeigt, dass es auch anders geht. Sie ist eine oft plakative, politische documenta. Plakativ wie „Gris-gris pour Israeli et la palestine“ von Abdoulayé Konaté aus Mali. Eine israelische Flagge und ein Palästinensertuch stehen einander gegenüber. Die Israeli sehen sich im oberen Tuch einer Überzahl von Palästinensertüchern gegenüber. Die Palästinenser sehen sich bedroht durch Davidsterne. Die aufgenähten Stoffwürste heißen „gris-gris“ und gelten in Mali als Glücksbringer.
Karzai macht Ernst
Afghanistans Präsident Hamid Karzai hat Untersuchungen über die zivilen Opfer der US-geführten Militäraktionen im Süden des Landes angekündigt. Das meldet Al Jazeera. Ein Sprecher von Karzai wiederholte das Klagelied der Amerikaner: Talibankämpfer benutzten Zivilisten als Schutzschilde. Etwas anders sieht das Ali Shah, ein Mitglied der Königsfamilie, die 1979 von den Sowjets entmachtet worden ist. Es sei ein Wunder, dass die Bevölkerung noch nicht geschlossen in den Dschihad gegen die Westmächte gezogen sei, soll er laut Al Jazeera gesagt haben: „Sie zerren Leute mitten in der Nacht aus ihren Häusern, sie bombardieren Dörfer und töten Unschuldige. Und dann sagen sie: Ups, das war ein Fehler.“ Der Vorgang zeigt, wie groß der Unmut gegen Amerikas Krieg gegen den Terrorismus tatsächlich ist, und wie sehr der Premier mittlerweile unter Druck steht. Er riskiert, er gerät immer mehr in die Lage, Diejenigen aus dem Land zu werfen, die seine Herrschaft sichern.

